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Zuletzt aktualisiert: 25.03.2010 um 09:34 UhrKommentare

Sparplan soll Höhlen-Betrieb retten

Obir-Tropfsteinhöhlen in Bad Eisenkappel wollen wieder schwarze Zahlen schreiben. Personal und Busfahrten werden gekürzt, Slowenien wird beworben.

250 Millionen Jahre Erdgeschichte bezeugen die Obir-Tropfsteinhöhlen, heuer brachten sie mehr Besucher

Foto © Haderlap250 Millionen Jahre Erdgeschichte bezeugen die Obir-Tropfsteinhöhlen, heuer brachten sie mehr Besucher

In ihrem 20. Betriebsjahr freuen sich die Obir-Tropfsteinhöhlen in Bad Eisenkappel einerseits auf den eine millionsten Besucher und hadern andererseits mit der drohenden Pleite. Ein streng kalkulierter Finanzplan soll Letzteres verhindern.

Nachdem die Strategie, die gemeindeeigenen Gesellschaften der Sport- und Freizeit GmbH sowie der Obir-Tropfsteinhöhlen Betriebs- und ErrichtungsgesmbH unter einen Hut zu bringen, gescheitert ist, wird nun im Alleingang gespart. Der Grund für die nicht zustande gekommene Zusammenführung lag in der mangelnden Bereitschaft der Gemeinde Eisenkappel-Vellach sowie des Landes, dafür die Haftungen zu übernehmen.

Sparen für die Zukunft

Das neue Ziel des Zweijahreskonzeptes ist für Geschäftsführer Christian Varch "eine schwarze Null." Dafür müssen betriebsintern mindestens 60.000 Euro eingespart werden. Varch: "Das erfordert verstärkte innerbetriebliche Koordination bei einem Beschäftigten weniger, auf Basis lokaler Synergien. Zudem werden 300 Busfahrten pro Jahr reduziert, indem man die bestehenden besser auslastet." Zu Hilfe kommen Bedarfzuweisungen vom Land in der Höhe von 30.000 Euro 2010 und 20.000 Euro 2011.

Um auch die Verbindlichkeiten zu tilgen, wurde von Landesrat Josef Martinz der Gemeinde die Auflage erteilt, heuer 25.000 Euro und ab 2011 jährlich einen Betrag von 50.000 Euro an Rücklagen anzuhäufen, die jedoch bis 2012 vom Land selbst aufgebracht werden. Bürgermeister Franz Josef Smrtnik (EL): "Im Gegenzug muss der Betrieb jeden Monat einen Bericht dem Gemeindevorstand vorlegen, ob er sich auch im Planungsrahmen bewegt."

Noch bevor die ersten Besucher am Karsamstag kommen, muss das Sanierungskonzept heute vom Gemeinderat gebilligt werden. Auf neue Besuchergruppen angesprochen, denkt Smrt-nik an das bisher unbeworbene "benachbarte Slowenien, wo ich mit Tourismuseinrichtungen in Kontakt treten werde."

ZDRAVKO HADERLAP

PLÄNE FÜR DIE HÖHLEN

Besucher. Heuer wird der eine millionste Besucher in den Höhlen erwartet

Gemeinderat. Im heutigen Gemeinderat wird das Zweijahreskonzept für die Obir-Höhlen abgesegnet. Betriebsintern müssen mindestens 60.000 Euro eingespart werden

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