Kurzentrum Bad Eisenkappel schwimmt oben auf
Kurzentrum Bad Eisenkappel wird umgebaut und erweitert. Mit einer Auslastung von 98 Prozent verbuchten die Betreiber im Vorjahr einen Nächtigungsrekord.

Foto © Haderlap34 Betten mehr wird es nach dem Umbau im Kurzentrum Bad Eisenkappel geben
Der weite Weg von Eisenkappel-Vellach zu einer Kur- und Tourismusgemeinde scheint nach zwei Jahrzehnten tatsächlich zu greifen. Das verwaiste Hotel Obir wird unter neuen Besitzern umgebaut und kommt in etwa eineinhalb Jahren zur Wiedereröffnung.
Ein beständiger Garant für die steigenden Nächtigungszahlen ist das in den 1990er-Jahren errichtete Kurzentrum, welches 2009 mit einem Nächtigungsrekord von 80.756 Nächtigungen bilanzierte. 98 Prozent Auslastung bescherten den Betreibern 7,9 Millionen Euro Umsatz.
Ruhige Lage bringt Umsatz
Die Hauptindikatoren für den Erfolg sind laut Direktor Wolfgang Buchriegler "die ruhige topografische Lage inmitten der Karawanken, gelegen im Herzen von Europa, mit natürlichen Heilvorkommen aus unberührter Natur und nebelfreiem Klima." Buchriegler: "Durch die großartigen Heilerfolge mit dem natürlichen CO2-Trockengas, welches aus der Carinthia-Lithion-Quelle gewonnen wird, verstehen wir uns als das Kärntner Gesundheitszentrum für die Behandlung von Durchblutungsstörungen, Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen." Ein weiterer Indikator sind das einladende Ambiente des Hauses mit hoch qualifizierten Mitarbeitern sowie das vielfältige Heilungs-, Kur- und Erholungsangebot.
Langjährig erfahrene Therapeuten sorgen für das Wohl ihrer vielen Stammgäste, die immerhin 70 Prozent aller Kurgäste aus ganz Österreich ausmachen. Um das Haus mit derzeit 235 Betten und 114 Beschäftigten mit all seinen bereits vorhandenen Strukturen zu optimieren, wird zwischen 2011 und 2012 das "Vellachhaus" um 34 Betten in einer noch zu errichtenden dritten Etage erweitert. Das angestrebte Ziel von 90.000 Übernachtungen pro Jahr ist somit in Reichweite.
Allein in der Bespielung des großen Kultursaales, der allen regionalen Vereinen und Interessensgruppen frei zur Verfügung steht, gibt es einen Personalmangel. Dabei kann sich Wolfgang Buchriegler vorstellen, "die gesamte Bewirtung extern auszugliedern", wie das bereits beim hausinternen Friseurladen, dem Geschenkshop und dem Bastelworkshop geschehen ist.
Features
Das Kurzentrum
Mitarbeiter: 114, davon 3 Ärzte, 1 Psychologin, 1 Diätologin
Betten: 235, nach Zubau 269
Jahresumsatz 2009: 7,9 Millionen Euro, davon 39 Prozent Personalkosten
Gästestruktur: 30 Prozent Private, 70 Prozent über Krankenkassen-Verträge, davon 60 Prozent kommend aus der Steiermark und 40 Prozent aus Kärnten












