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Zuletzt aktualisiert: 18.02.2010 um 22:43 UhrKommentare

Förderung lässt viele kalt

Alarmanlagen sind trotz Landesförderung bis 300 Euro im Bezirk kein Renner. Anträge können bis 31. März bei Landesregierung eingereicht werden.

Elektroingenieur Klaus Hollauf in Bleiburg ist einer der sieben Unternehmer im Bezirk, die Alarmanlagen einbauen

Foto © BudaiElektroingenieur Klaus Hollauf in Bleiburg ist einer der sieben Unternehmer im Bezirk, die Alarmanlagen einbauen

Das Land Kärnten fördert im Rahmen der Aktion "Sicheres Kärnten" den Einbau von Alarmanlagen - ausgenommen Videoüberwachung - pro Haushalt mit 30 Prozent der Anschaffungskosten oder maximal 300 Euro. Voraussetzung dafür ist, dass die Anlage von einem konzessionierten Unternehmen eingebaut und abgenommen wurde. Die Förderung kann bis spätestens 31. März unter Vorlage der Originalrechnung und des Abnahmeprotokolls bei der Landesregierung beantragt werden.

Doch von einem Ansturm auf die Alarmanlagen kann derzeit keine Rede sein. Elektroingenieur Klaus Hollauf vom gleichnamigen Elektrounternehmen in Bleiburg: "Es steigt zwar das Interesse der Kunden daran, aber es bleibt zumeist beim Erkundigen." Die Kosten für Anlagen beispielsweise für ein Einfamilienhaus belaufen sich - je nach Anzahl der Sensoren und Bewegungsmelder und Bauweise (ob mit Funk oder verkabelt) - auf 500 bis 1500 Euro.

Alarm mit Notbremse

Hollauf rät zu Anlagen, die direkt mit der Alarmzentrale verbunden sind, denn man könnte ja bei einem Überfall handlungsunfähig und nicht in der Lage sein, die Polizei zu rufen. "Bei Auslösung des Alarms wird dieser auf das Handy übertragen und man hat dann trotzdem fünf Minuten Zeit, zu stornieren. Damit kann man einen Fehlalarm bei der Polizei vermeiden", sagt Hollauf. Ein solcher kostet doch 70 Euro. Elektrounternehmer Siegfried Wiednig in Griffen - er ist ein weiterer der sieben konzessionierten Unternehmen für Alarmanlagen im Bezirk - registriert auch etwas mehr Anfragen, "aber nur wenige kaufen wirklich".

Bezirks-Kriminalreferent Felix Dragy schätzt den Anteil der alarmgeschützten Unternehmen im Bezirk "auf etwa zehn Prozent, bei den Haushalten sind es nur einige wenige", wenn jemand wirklich wertvolle Dinge zu sichern habe - und da auch nur einzelne Räume. Alarmanlagen fördern neben Kärnten das Burgenland, die Steiermark und Niederösterreich zu 30 Prozent bis maximal 1000 Euro, Oberösterreich ebenfalls, aber mit Einkommensgrenze.

HUBERT BUDAI

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