Dokumentarfilm "Kralj Matjaz" feiert Premiere in Klagenfurt
Am Mittwoch zeigt das Wulfenia Kino in Klagenfurt die Filmpremiere über Josef Broman alias "Jesus" aus St. Margarethen ob Bleiburg. Der Dokumentarfilm "Kralj Matjaz" entstand an der Universität Ljubljana in Kooperation mit RTV Ljubljana.

Foto © ReichmannHauptdarsteller Josef Broman bei den Dreharbeiten vor der Alpen Adria-Universität in Klagenfurt
"Ich wollte den Menschen Josef Broman so darstellen wie er ist", erzählt Milan Urbajs, Regisseur eines zweisprachigen Films, der im Rahmen eines Ausbildungsprojektes an der Universität Ljubljana entstanden ist. "Mit Josef Broman, der sich selbst als Jesus bezeichnet, zu filmen, war für die zwölfköpfige Crew des RTV Ljubljana einfach spannend und berührend zugleich", sagt der Regisseur, der sich für das Thema nach einem Brainstorming unter Studenten entschieden hat. "Ich kenne die Wirklichkeit des Hauptdarstellers Broman nicht", sagt Urbajs. "Der Film zeigt sein spezielles Leben, das für ihn die Wahrheit darstellt."
Mit dem Ungarnkönig "Kralj Matjaz" - Matthias Corvinus, der im 15. Jahrhundert über Kärnten regiert hat, fühlt sich Josef Broman seit jeher verbunden. "Schon in seiner Jugend hat er sich mit der Figur, die einer Legende nach in den Höhlen der Petzen schlummert und auf den Tag wartet, wo die Gerechtigkeit siegen wird, identifiziert", berichtet der Regisseur, der aus Selpritsch bei Velden stammt. "Broman hat die Gerechtigkeit gefunden, er hat die Welt gerettet."
Familiärer Hintergrund
Neben Josef Broman, den an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt jeder kennt, kommen im Film auch seine Weggefährten, Freunde und Verwandten zu Wort. "Wir haben uns auch genau angehört, was mit diesem Menschen familiär passiert ist." "Die Drehtage waren alles andere als einfach", erzählt Urbajs. Die Kommunikation mit Josef Broman sei nur über SMS möglich gewesen, sein Erscheinen eher unwahrscheinlich. "Ich habe ihn in Bleiburg und Klagenfurt gesucht und schließlich gefunden. Wir zitterten bis zur letzten Minute", berichtet der Student. Die Kooperation mit ihm war aber schließlich perfekt.
Story des Lebens
Ein großes Problem stellte auch der Filmschnitt dar, weil es darum ging, niemanden in seiner Ehre zu verletzen. "Broman hat mir auf seine Art und Weise die Story seines Lebens erzählt." Was er sagte, wurde weder manipuliert noch verändert. Broman selbst hat den Film noch nicht gesehen. "Wir hoffen, dass er zur Premiere kommt", sagt Urbajs. Der Organisator des Filmabends, bei dem auch der preisgekrönte Film "Srce je Zalostno" (deutsch: Das Herz ist traurig) der aus Zell Pfarre stammenden Milena Olip sowie "Vucko", ein Film des Slowenen Matevz Luzar gezeigt werden, ist der Filmproduzent Miha Dolinsek aus Klagenfurt. Zur Broman-Dokumentation meint er: "Der Film vertritt keinen einzigen Standpunkt und gibt niemandem die Schuld für irgend etwas. Jeder kann für sich selbst sprechen."
Features
Geschichte
Kralj Matjaz
Premiere. "Kralj Matjaz" am 4. Februar um 18 und 20.15 Uhr im Wulfenia-Kino; Dokumentarfilm von Milan Urbajs über Josef Broman (bekannt als "Jesus")
Mitveranstalter. Österreichische Hochschülerschaft, ORF, Dolinsek Film, KKZ, SPZ, Klub Slowenischer Studenten
Drehorte. Bleiburg, Klagenfurt, St. Margarethen ob Bleiburg
Dauer. 27 Minuten
Filmsprache. Slowenisch - Deutsch- Englisch (Untertitel)
Vorfilme. "Srce je Zalostno" von Milena Olip und "Vucko" von Matevz Luzar
Eintritt. Freiwillige Spende, wegen beschränkter Plätze werden Zählkarten ausgegeben










