Streit um Mehrzwecksaal
Sitzungen der Kühnsdorfer Faschingsgilde und Turnunterricht der Schulen stehen sich im neuen Mehrzwecksaal im Weg. Veranstalter verärgert.

Foto © KK/GemeindeSpagat zwischen Turnsaal und Aufführungsort von Veranstaltungen: Der Mehrzwecksaal in Kühnsdorf
Der Kühnsdorfer Narrengilde ist derzeit nicht zum Scherzen zumute. Heuer finden ihre - vier - Faschingssitzungen erstmals im neuen Mehrzwecksaal im Schulzentrum statt. Und die Gilde ärgert sich jetzt: "Bis diesen Montag wurde uns versprochen, wir können den Saal haben, jetzt dürfen wir aber erst einen Tag vor der Generalprobe hinein und haben kaum Platz für Requisite und Maske", sagt Gildenkanzler Sigibert Oparjan.
Der Grund: Der Mehrzwecksaal ist auch Turnsaal der örtlichen Volks- und Hauptschule, wo 21 Stunden die Woche Turnunterricht stattfindet. Die Tonanlage für die Bühne steht mitten im Saal, "die Schule kann aber nicht über zwei Wochen den Turnunterricht aussetzen", sagt Volksschuldirektor Alois Pruntsch. Gemeinsam mit Eberndorfs Bürgermeister Gottfried Wedenig (SP) habe man einen Kompromiss gefunden. Zwischen der Generalprobe kommenden Donnerstag bis zur Premiere am 29. Jänner wird der Saal von den Schulen nicht benutzt. "Nach den Aufführungen wird der Bauhof die Bestuhlung wegräumen und den halben Saal für den Turnunterricht abteilen", so Wedenig, auch Ballspiele werde es während dieser Zeit keine geben.
Verärgert ist Markus Hudobnik, bisher Sprecher der Kühnsdorfer Vereine, der deshalb diese Funktion zurückgelegt hat: "Das ist für uns Vereine keine befriedigende Lösung. Welcher Veranstalter will bei solchen Einschränkungen den Saal nutzen?" Oparjan: "Wir werden nächstes Jahr wieder in den Czory-Saal zurückgehen." Wedenig: "Man wird hinterher vielleicht doch sehen, dass es funktioniert hat."











