Pendler haben bei der Post das Nachsehen
Zwei Postämter im Bezirk haben nur noch vormittags geöffnet. Pendler müssen Urlaub oder Zeitausgleich nehmen, um bei der Post hinterlegte Briefe abzuholen.

Foto © APAÄrger mit den neuen Öffungszeiten der Postämter
Die Post bringt allen was", so der Slogan der Post AG. Auch eine Rudenerin hat kürzlich was bekommen - eine Mitteilung, dass ein eingeschriebener Brief für sie am Postamt Ruden hinterlegt sei, den sie dort zwischen 8 und 12 Uhr abholen könne - denn seit 19. Oktober wurden die Öffnungszeiten auf den Vormittag beschränkt.
Bis vor einem Monat konnte man das Freitagnachmittag erledigen, denn die Frau pendelt wochentags zu ihrem Arbeitsplatz nach Klagenfurt und muss schon dort sein, wenn das Postamt in Ruden aufsperrt. Einzige Möglichkeit, an das Schriftstück zu kommen: einen halben Tag Urlaub oder Zeitausgleich nehmen.
Das ist kein Einzelfall, denn für Pendler ist es kaum möglich, zu den Öffnungszeiten der Post dort Amtswege zu erledigen. Neben Ruden wurden auch in Diex die Öffnungszeiten auf das Mindestmaß von 20 Wochenstunden reduziert. "Das ist derzeit die einzige Möglichkeit für Einsparungen", sagt Post-Pressesprecher Andreas Pachler. Und er nimmt dieses Beispiel als Argument dafür, dass man die Versorgung auf dem Land mit Postpartnern besser abdecken könne, weil sie gerade für Pendler günstigere Öffnungszeiten bieten könnten.
Und warum man nicht am Freitagnachmittag anstatt am Vormittag das Postamt offen haben könnte? Pachler: "Das ist dienstrechtlich und personell nicht möglich. Gerade am Nachmittag ist an größeren Standorten mehr Bedarf und die Bediensteten werden dort gebraucht."
"Nicht zu verhindern"
Derzeit ist die Post AG auf Partnersuche für die nächsten Postämter, die geschlossen werden sollen - im Bezirk Ruden, Diex und Globasnitz. "Das wird früher oder später auch nicht zu verhindern sein, wenn kein Postpartner gefunden wird", spielt Pachler auf Rettungsaktionen einzelner Bürgermeister an.










