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    Zuletzt aktualisiert: 31.10.2009 um 19:11 UhrKommentare

    Durch sie wird Glaube und Brauchtum hörbar

    In Wölfnitz wird eine der ältesten Kirchenglocken in Kärnten elektrifiziert. Gerade zu Allerheiligen spielen Glocken eine wichtige Rolle.

    Pfarrer Johann Nepomuk Wornik, Johann Nepraunig, Konrad Schranzer und Restaurator Jochen Posch (von links)

    Foto © PrivatPfarrer Johann Nepomuk Wornik, Johann Nepraunig, Konrad Schranzer und Restaurator Jochen Posch (von links)

    Nahezu täglich hören wir das Läuten der Kirchturmglocken - manchmal mag der Klang aus nächster Nähe kommen, manchmal aus der Ferne. Dennoch: Kirchenglocken wirken in unser Leben, denn sie teilen uns nicht nur Stunden mit, sondern drücken auf nicht-sprachlicher Ebene Botschaften aus, die seit Jahrhunderten das Leben der Menschen bestimmen. Auch wenn heute fast keiner mehr über die Läutordnung der Kirchenglocken Bescheid weiß, früher nahm sie eine wichtige Funktion für die Landbevölkerung ein. Die Kirchenglocke war Uhr, Festankünder, Informant und Warnsignal zugleich. Die über 450 Jahre alte Glocke in der Kirche St. Leonhard bei Wölfnitz nimmt eine besondere Stellung ein: "Ich nenne sie die Glocke der Superlative. Sie zählt zu den ältesten Glocken in Kärnten und ist über 800 Kilogramm schwer", weiß Pfarrer Johann Nepomuk Wornik, der diese Glocke jetzt elektrifizieren ließ.

    Glocken eingeschmolzen

    Dass es solche Glocken aus früheren Zeiten überhaupt noch gibt, grenzt beinahe an ein Wunder, denn die meisten Glocken wurden in Kriegszeiten eingeschmolzen und zu Schießmunition verarbeitet. "Komischerweise wurde der Klöppel der Glocke nie eingeschmolzen. Diesen bewahrte man auf und deshalb findet man in vielen Kirchen noch alte Klöppel", so Wornik. Für die Kirchenglocke in Wölfnitz musste aber ein passender Klöppel neu gefertigt werden. "Der originale Klöppel befindet sich im Volksabstimmungsmuseum in Völkermarkt. Für mich sind diese alten Glocken Klangdenkmale von früher. Sie verhalfen vielen Menschen zum Überleben, weil sie vor Feuer und sonstigen Gefahren warnten", so Wornik. Laut ihm ist die Kirchenglocke in Wölfnitz auf über 1300 Metern Seehöhe eine der höchst gelegenen in Kärnten.

    Reich an Inschriften

    Die rund 110 Zentimeter Durchmesser große Glocke ist zudem reich an Inschriften, wie eine Zeile in gotischen Minuskeln aus dem Alten Testament des Propheten Jesaia bezeugt. Um die Glocke zu schonen, wird diese allerdings nur zwei Mal am Tag geläutet. 1955 wurde noch eine zweite Glocke angeschafft, die als Sterbeglocke eingesetzt und händisch geläutet wird. Vor Jahren wurde durch das Läuten der Glocke sogar das Geschlecht des Verstorbenen mitgeteilt, je nachdem, wie häufig sie geläutet wurde. Zu Allerheiligen und Allerseelen werden wieder viele Glocken im Bezirk läuten -um der Verstorbenen zu gedenken und um Brauchtum und Glauben hörbar zu machen.

    MARTINA SCHMERLAIB

    Alte Glocke

    Segnung. Am Freitag, 6. November, findet um 15 Uhr die Segnung der elektrifizierten Glocke in Wölfnitz statt. Am Sonntag, 8. November, gibt es um 10.30 Uhr eine Festmesse.

    Glocken. Die älteste Glocke Kärntens stammt aus dem 11. Jahrhundert und befand sich in der Kirche Maria Sieben Schmerzen am Freudenberg bei Moosburg. Heute findet man die Bronzeglocke im Diözesanmuseum in Klagenfurt.

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