In Kühnsdorf rollt der Ball unrund
Geplantes Kombinationsprojekt von Seniorenheim und Sportanlage ist vorerst gescheitert. Kicker müssen weiter auf dem "Krautacker" spielen.
Heute Nachmittag kicken die Fußballer des Sportklubs Kühnsdorf wieder einmal in einem Heimspiel auf dem desolaten Fußballplatz Wasserhofen. Noch zwei Heimspiele gibt es heuer, danach wird zumindest einmal der Rasen der Spielfelder saniert. Sogar Eberndorfs Bürgermeister Gottfried Wedenig bezeichnet diese als Krautacker.
"Der Rasen ist kaputt und die sanitären Anlagen sind völlig desolat. Die Heizung funktioniert auch kaum, was besonders für unsere Nachwuchsspieler ein Problem ist", sagt Martin Jegart, Vater eines Jung-Fußballers und Projektkoordinator der neuen Sportanlage des Vereins Kühnsdorf. Ihr Bau steht allerdings noch in den Sternen. Vor zwei Jahren kaufte die Gemeinde Eberndorf ein großes Grundstück im Zentrum Kühnsdorfs bei der Schule. Dort sollte eine Kombination aus Seniorenheim und Fußballanlage entstehen. Die Idee ist bislang gescheitert.
Seniorenheim hat Vorrang
In der kommenden Gemeinderatssitzung wird der Gemeinderat das Grundstück zuerst für die Seniorenanlage widmen. "Sobald die Seniorenanlage gesichert ist, versuchen wir noch einmal, ob wir den an sie angrenzenden Teil für die Sportanlage widmen können", sagt Wedenig. Bei der Anfrage, ob beides gemeinsam gewidmet werden könne, habe es von Seiten des Landes Bedenken gegeben: Der Lärm am Fußballfeld könne die Senioren stören. Falls die Idee des Fußballfeldes neben dem Altersheim durchgeht, soll die Sportanlage 2012 errichtet werden, vorausgesetzt die Finanzierung des Projektes ist gegeben. Über die Sportanlagen-Widmung entscheidet der Gemeinderat vermutlich in seiner übernächsten Sitzung.
Funktioniert die Widmung nicht, müsste die Gemeinde Eberndorf ein anderes Areal suchen und ankaufen. Damit würde eine neue Anlage aus Kostengründen in weite Ferne rücken.










