Getöteter Bär: DNA unbrauchbar
Monate nach dem Abschuss von Roznik fehlt vom Wilderer noch immer jede Spur. Gutachten soll Klarheit bringen.

Foto © APAVom Rozniks Mörder fehlt jede Spur
Am 11. Juli wurde der Kadaver des Braunbären Roznik im slowenischen Logartal gefunden - ohne Tatzen und Kopf, fachmännisch enthäutet. Bald war klar: Ein Wildschütz hatte den Bären, der mit einem Peilsender ausgestattet gewesen war, in Kärnten erlegt und anschließend nach Slowenien gebracht.
Der Kadaver war in eine Decke eingewickelt. Eine DNA-Analyse des Stoffes sollte zum Schützen führen, denn inzwischen war der Verdacht auf einen Bad Eisenkappler gefallen, der einen Jagdschein besitzt, aber kein aktiver Jäger ist und den Abschuss leugnet. Wie sich jetzt herausstellte, ist diese Spur im Sand verlaufen. "Die DNA war nicht schlüssig genug. Sie war nicht zu verwerten, da die Decke durch die lange Lagerung im Freien nass geworden war", sagt Oberst Christian Martinz vom Landeskriminalamt.
Prämie ausgesetzt
Die Hoffnung, den Schützen dennoch identifizieren zu können, haben die Kriminalisten trotzdem nicht aufgegeben. Innereien, die in der Nähe des Verdächtigen sichergestellt worden waren, werden an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien untersucht. "Das Gutachten soll besagen, ob diese Innereien von einem Bären stammen oder von einem anderen Tier", sagt Martinz. Die Experten wollen das Gutachten bis Ende Oktober abschließen. Zur Ergreifung des Wilderers wurde eine Prämie von 10.000 Euro ausgesetzt.












