Das Wies'n-Fieber lässt niemanden kalt
Zum Bleiburger Wiesenmarkt kehren viele "ausgewanderte" Einheimische wieder heim. Die Wies'n-Homepage verzeichnet dieser Tage mehr als 100.000 Zugriffe.

Foto © KatzZuckerwatte, Riesenrad und Co. sollen auch heuer 150.000 Besucher zum Wiesenmarkt locken
Zahlreiche Aussteller haben ihre Stände am Wiesenmarktgelände bereits positioniert und auch die vielen Attraktionen des Vergnügungsparks sind zu erkennen. Nächsten Freitag geht es richtig los. Marktmeister Arthur Ottowitz rechnet an den vier Tagen mit 150.000 Besuchern. "Auch unsere Stammgäste trödeln langsam ein", weiß Ottowitz zu berichten.
International bekannt
Plötzlich tauchen in der Stadt selten gesehene Leute wie Otto Simon aus Kanada oder der Infineon-Manager Peter Bailey, der zurzeit in Asien lebt, auf. Der Grund ihres Besuches liegt auf der Hand: der Wiesenmarkt, das größte Ereignis Südkärntens. "Es ist das schönste Fest, das ich kenne", meint etwa der Gymnasiallehrer Paul Stöckl (47). Seit 15 Jahren lebt er im Ausland - zurzeit in München - und reist jedes Jahr zum "freundlichsten Fest Unterkärntens" an. "Ich bin ein Wiesenmarkt-Fan. Das was ich am Markt schätzte, ist gleich geblieben." Dietmar Berger (60) arbeitet als Programmierer in Wien. "Ich besuche jeden Wiesenmarkt", berichtet er. Mit der Unterhaltung sei es entgegen früheren Zeiten etwas schwerer geworden. "Die Hütten sind zu laut", kritisiert er. "Meine Tochter wurde vom Markt-Virus infiziert", sagt Mittelschullehrer Andreas Germ (45). Seit 27 Jahren lebt der gebürtige Einersdorfer in Wien und hat noch keinen einzigen Wiesenmarkt versäumt. "Mir gefallen das Jazzkonzert und das Alpen-Adria-Zelt", sagt Germ, der mit etwas Wehmut an frühere Märkte denkt, die leiser und spannender waren. Über ein "volles Haus" können sich auch die Bleiburger Hoteliers freuen - so auch Stefan Breznik, Chef vom Alten Brauhaus.
Durch den Markt erwacht auch seine Homepage www.bleiburgerwiesenmarkt.at zu neuem Leben. "Wir haben hunderttausende Zugriffe und Anfragen, die wir an den Tourismusverband weiterleiten", berichtet er. Die Seite mit den Videos von den Eröffnungsansprachen sei außerdem "hochpolitisch". Der Stadt werden 90 Prozent aller dort getätigten Zusagen erfüllt. "Die Politiker müssen aufpassen, was sie sagen", so Breznik.
Features
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Otto Simon wanderte vor 52 Jahren nach Kanada aus. Zum Wiesenmarkt kommt er auf BesuchFoto © Katz
Der Markt beginnt
Freitag. Heilige Messe (14.30 Uhr), anschließend Radio-Kärnten Tag.
Samstag. Festzug mit "G'schirr und G'scherr" (12 Uhr), Bieranstich (14 Uhr), Alpen-Adria-Ausstellung (16 Uhr) und Feuerwerk.
Sonntag. Frühschoppen (11 Uhr), slowenisches Konzert (12 Uhr), Pferdeausstellung.
Montag. Freies Markten.











