Gen-Gegner orten Gefahr
Experten informieren heute in Haimburg über "genverfälschte Nahrung". Volker Helldorff hat die Futterverkaufshallen in Völkermarkt überprüft.

Foto © APADie gentechnische Veränderung von Mais führt dazu, dass er giftresistent wird, selbst aber ein Gift erzeugt
Österreich importiert jährlich etwa 550.000 Tonnen Gen-Soja, welches mit der gefährlichen Substanz Roundup verseucht ist", sagt Gen-Gegner Volker Helldorff, der zudem auf die Studie des französischen Molekularbiologen Gilles-Eric Seralini verweist. Diese zeigt, dass Roundup auch in tausendfacher Verdünnung noch sehr gefährlich sein kann. Um der Verbreitung von genveränderten Lebensmitteln entgegenzuwirken und um Konsumenten für solche Produkte zu sensibilisieren, findet heute ein Informationsabend auf der Heunburg statt. Initiiert wird der "Genabend", bei dem die Fackel der Gen-Freiheit entzündet wird, von der Expertenplattform "Ärzte, Bauern und Juristen".
"80 Prozent des Sojafutters für unsere Tiere ist genmanipuliert und wirkt sich auch auf das Fleisch aus, das wir Menschen essen. Das ist nicht in Ordnung", sagt Plattform-Aktivist Helldorff, der die Futterverkaufshallen in Völkermarkt genau unter die Lupe genommen hat. Besonders Genmais stellt laut Helldorff ein großes Risiko dar, weil er zwar durch die gentechnische Veränderung giftresistent wird, selbst aber ein Gift produziert. Dieses Gift nehmen wir zu 100 Prozent mit unseren Lebensmitteln auf.
Aus landwirtschaftlicher Sicht ist Gentechnik besonders schädlich: "Wir verlieren unser Saatgut, weil die Saat so verändert wird, dass sie nur ein Mal keimt. Das Gift tötet außerdem viele Nützlinge und vernichtet die Umwelt", so Helldorff.
Features
Informationsabend
Gentechnik. Heute, ab 18 Uhr, informieren Ärzte, Bauern und Juristen auf der Heunburg über Gennahrung. Es gibt einen Imbiss, Lagerfeuer und Gesang.
Referate ab 19 Uhr von Christoph Fischer von Zivilcourage Bayern, Umweltmediziner Dieter Schmidt und Volker Helldorff.










