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Zuletzt aktualisiert: 12.08.2009 um 19:42 UhrKommentare

Scharfe Schüsse in Sorgendorf

Eine Bürgerinitiative macht gegen die Schießstätte des Hegeringes Bleiburg in Sorgendorf mobil. Jägerschaft sieht "niemanden gefährdet."

Die Bürgerinitiative sieht unter anderem auch die Umwelt durch das Schießen gefährdet

Foto © BudaiDie Bürgerinitiative sieht unter anderem auch die Umwelt durch das Schießen gefährdet

Bei der Bezirkshauptmannschaft liegt bereits eine Beschwerde der "Bürgerinitiative Schießstätte Ebersdorf Gonowetz." Harald Reiter, Franz Rebernig und Richard Leopold Tomasch weisen auf "fehlende Sicherheitsmaßnahmen, Lärmbelästigung, Umweltgefährdung sowie fehlende behördliche Genehmigungen" hin und fordern eine sofortige Schließung der Schießstätte. Die zuständige Sachbearbeiterin hat bereits die betroffenen Gemeinden Bleiburg und Feistritz um Stellungnahme angeschrieben.

Betreiber der Anlage, die in den 1960er-Jahren von der Forstverwaltung Thurn errichtet und Ende der 1980er-Jahre erweitert wurde, ist der Hegering Bleiburg. Es gebe sowohl die baubehördlichen Genehmigungen als auch entsprechende, von der Behörde vorgeschriebene Sicherheitsvorkehrungen samt Gefahrenplan, sagt Franz Tschernko, Obmann des Hegeringes.

Rundherum abgesichert

"Das Gelände ist rundherum abgezäunt und mit deutlich sichtbaren Warntafeln versehen. Außerdem liegt der Schießplatz hangseitig und ist durch einen dicken Wall abgegrenzt." Tschernko zeigt auch die Belege über die Müllentsorgung und ein Gutachten über die Unbedenklichkeit der verwendeten Patronenhülsen und Tontauben. Verwundert ist er über die Aufregung, zumal einer der Sprecher der Bürgerinitiative vier Kilometer vom Schießplatz entfernt wohne. Bei der Stadtgemeinde Bleiburg seien schon länger keine Beschwerden mehr eingelangt, sagt Stadtrat Georg Mandl (EL). "Wir haben in Absprache mit den Anrainern vor Jahren die Schießzeiten reduziert." Tschernko: "Betriebszeit ist an zwei Tagen die Woche. Geschossen wird vor allem vor der Jagdsaison, für Prüfungen und zum Einschießen von Gewehren." An Sonn- und Feiertagen falle schon lange kein Schuss mehr. Jakob Nedwed von der Hundeschule gegenüber sieht eher einen Vorteil: "Da brauche ich nicht mehr zu schießen, um die Hunde an das Schussgeräusch zu gewöhnen."

HUBERT BUDAI

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