"Wir lassen jetzt den Ideen freien Raum"
Bei Villi-Glas setzt der deutsche Industrielle Philipp Daniel Merckle auf alternatives Management - mit ersten Erfolgen.

Foto © JustMitarbeiter von Villi entwickelten neue Möglichkeiten der Formgebung von Glas
Artwork nennt sich der neueste Stolz im Hause Villi. Glasschüsseln, in verschiedensten Formen und Farben, die die bisher elitären Produkte des Glasveredlers auf jeden Kärntner Tisch bringen könnten. "Noch suchen wir einen Vertriebspartner, aber grundsätzlich wollen wir mit unseren Produkten in die Breite gehen", sagt Marketingleiter Klaus Kumerschek erwartungsvoll.
Diese Glasschüsseln sind wohl das sichtbarste Merkmal für den neuen Unternehmensgeist im Hause Villi. Bis im Frühjahr der deutsche Industrielle Philipp Daniel Merckle im Unternehmen einstieg, hatte man schon schwierigste Phasen bis hinzu einem Konkurs hinter sich. Jetzt setzt man auf Eigenverantwortung. Die Mitarbeiter entscheiden selbst wann man arbeitet, einzig ein Plansoll gibt vor, was bis zu welchem Zeitpunkt erledigt sein muss. "Alleine durch diese Ausreden der Arbeitszeiten bekommt man schon viel mehr von seinen Kollegen mit, entsprechend besser ist das Klima", erzählt ein Mitarbeiter beim Lokalaugenschein im Werk im Südkärntner Sittersdorf.
Fabriks-Outlet
"Durch diesen neuen Stil wurde unglaublich viel kreatives Potential bei den Mitarbeitern freigesetzt. Wir sind bereits dabei neue Produkte zu entwickeln", erzählt Kumerschek. Der Prototyp für einen Brunnen wurde bereits gebaut, an der massentauglichen Nutzung von Mosaiken wird getüftelt. Während im Sommer der Glas-Ofen einer Revision unterzogen wird, plant man Kreativ-Workshops mit lokalen Künstlern und Kindern.Vorerst stehen die Werkstore aber noch den Kunden offen. Rund 5000 Quadratmeter an Fliesen und Glasflächen - das entspricht rund zwei Monatsproduktionen - stehen im neu eröffneten Outlet zum Verkauf. Bei der Gelegenheit kann man sich auch die Arbeitsabläuf in der 40 Mitarbeiter zählenden Manufaktur ansehen. "Dabei wird vielen erst klar, wie viel Handarbeit noch in unserem Produkt steckt", meint Kumerschek.











