"Bevorzuge alte Plätze"
"Ein Platz ist das Wohnzimmer einer Stadt" - der Bleiburger Architekt und Künstler Karl Vouk sagt, was einen schönen Platz ausmacht.

Foto © KatzHauptplatz Bleiburg: "Die Autos sollen bleiben, sie bringen Menschen zu wichtigen Funktionsräumen", sagt Vouk
"Ein Platz ist das Wohnzimmer einer Stadt", sagt der Bleiburger Architekt und Künstler Karl Vouk. "Er ist ein Gebrauchsgegenstand, der durch die Menschen lebt."
Der krönende Abschluss. Hauptkriterien seien eine räumliche Geschlossenheit sowie eine entsprechende Proportionalität. Diese sei am Hauptplatz in Bleiburg sehr gut gegeben. "Die Länge des Platzes ist proportional zu seiner Breite und zur Höhe der Gebäude", sagt der Architekt. Die Architektur der Apotheke bilde den krönenden Abschluss, spannende Akzente würden die Marienstatue und der Kiki Kogelnik-Brunnen liefern.
"Keine Umbenennung." "Die Autos sollen bleiben", sagt Vouk. Sie würden die Menschen zu den wichtigen Funktionsräumen wie der Stadtgemeinde, der Apotheke, dem Museum und den Gastronomiebetrieben bringen. Mit der Umbenennung des Hauptplatzes in "10. Oktober Platz" ist Vouk nicht einverstanden: "Der Hauptplatz soll nicht mit der Reduzierung auf politische Veränderungen wie dem 10. Oktober gemindert werden".
"Geistiger Vandalismus." Vouk bedauert, dass der Europaplatz in Bleiburg, den er ursprünglich angeregt habe, nicht einem Architektenwettbewerb unterzogen wurde. "Die Pflasterung ist entsprechend, die künstlerische Gestaltung aber ist mit geistigem Vandalismus zu vergleichen", sagt Vouk. Der Gestalter habe sich mit Europa nicht auseinander gesetzt. "Portugal beispielsweise mit einer stilisierten Flasche darzustellen ist einfach flach gedacht."
Harmonische Raumbildungen. Vouks Lieblingsplätze sind im Mittelalter entstanden. "Sie weisen im Gegensatz zur modernen Architektur, wo einzelne Baukörper mit vielen Zwischenräumen kein Ambiente aufkommen lassen, harmonische Raumbildungen auf", meint Vouk. Ein perfektes Beispiel dafür sei der Alte Platz in Klagenfurt.









