Dieser Winter war eine teure Angelegenheit
Eine Million Euro für Winterdienst: Auch wenn der Winter durchschnittlich war, sagen ihm Gemeinden bei derart hohen Kosten gerne "Servus".
Im Moment präsentiert sich der Bezirk zweigeteilt. Die Stadt Völkermarkt füllt ihr Freibad mit Wasser - aber in Griffen stecken auf der Saualm noch die Schneestangen im Boden. Sie werden in den kommenden Wochen entfernt.
Schnee. "In Wölfnitz und St. Leonhard liegt in den Schattenseiten immer noch Schnee", erklärt Bernhard Sauerschnig, Mitarbeiter des Bauamtes Griffen. Er bilanziert, wie auch alle anderen zwölf Gemeinden des Bezirkes für die Kleine Zeitung diesen Winter: "Einige Male hat es geschneit, im Vergleich zum vorigen Jahr gab es mehr Schnee." Das machte diesen Winter in Griffen doppelt so teuer wie den vergangenen, allerdings lag er, was die Kosten des Winterdienstes anbelangt mit rund 135.000 Euro im fünfjährigen Schnitt. In der Berggemeinde Diex kostete der Winter 16.000 Euro mehr als im Schnitt. Für die Talgemeinden war es ebenfalls ein Durchschnitts-Winter. Der Winterdienst kostete den ganzen Bezirk rund eine Million Euro.
Frühjahrsputz. In den Talgemeinden denkt sowieso niemand mehr an den Winter. Da geht es längst um den Frühjahrsputz. Jetzt muss der Rollsplit von den Straßen entfernt werden, der sie bei Eis und Schnee griffiger gemacht hatte.
Frühlingsputz im Tal. "Drei Mann sind mit einer Kehrmaschine drei Tage lang auf unseren 40 Kilometern Straßen beschäftigt", sagt Josef Kraker von der Gemeinde Ruden. Der von den Lastwagen zu Staub zerfahrene Split müsse schleunigst weg, jetzt wo der Winter um sei, weil er jedes Mal, wenn ein Kraftfahrzeug drüberfahre, Staub aufwirble, was alle Anrainer, die gerade mit dem Osterputz fertig seien, ärgere, da die Fenster so wieder verschmutzen würden.











