Erstmals buhlen fünf Parteien um die Völkermarkter Wähler
In Völkermarkt tritt diesmal mit der FPÖ eine fünfte Partei zur Wahl an. Man will einmal mehr Absolute der SPÖ zu Fall bringen.

Foto © BudaiVölkermarkt leidet unter Kaufkraftabfluss in die Zentren
Auf 18 der 31 Mandate in der Stadtgemeinde Völkermarkt sitzen seit 2003 Sozialdemokraten. Bürgermeister Valentin Blaschitz (SPÖ) erreichte damals im ersten Wahlgang mit 71 Prozent der Stimmen eine überwältigende Mehrheit. Das soll sich nach dem Willen seiner politischen Mitbewerber am 1. März ändern, wenngleich Blaschitz als amtierender Bürgermeister fest im Sattel sitzt und die 18 Mandate halten will.
Ziele. Stadtrat Karl Kollitsch (ÖVP) nennt als Wahlziel den Zugewinn von zwei zu den momentan sieben Mandaten und das Amt des Vizebürgermeisters und die Grünen mit Friedrich Zirgoi wollen ihr zweites Mandat schaffen. Unmittelbare Konkurrenz bekommt bei diesem Wahlgang das BZÖ - derzeit fünf Mandate - mit Stadtrat Gerald Grebenjak durch die Neukandidatur der FPÖ mit deren Bezirksparteiobmann Franz
Mandate abnehmen. Jamnig als Spitzenkandidaten, der damit rechnet "je ein Mandat der SPÖ, ÖVP und dem BZÖ abzunehmen". Konnten einige wichtige Projekte mit Landeshilfe auf Schiene gebracht werden wie die Stadtumfahrung, das Rudersportzentrum und der Interkommunale Gewerbepark, so kämpft die Bezirksstadt noch immer gegen den großen Kaufkraftabfluss und mit der nicht in Fluss kommen wollenden Stadtentwicklung (siehe Kandidatenvorstellung).
Projekt. Um eines der Projekte, den von der Stauseebucht in die Stadt geplanten Schrägaufzug, ist es seit geraumer Zeit still geworden. Laut Blaschitz "mit der derzeitigen Förderkulisse zu teuer", Kollitsch will "eine neuerliche Initiative setzen" und Zirgoi mit "gemeinsamer Kraftanstrengung der Wirtschaft und dem Tourismus" das Projekt, das ihm "ein großes Anliegen" sei, vorantreiben.
Citybus auch am Land. Nur zögerlich wird der Citybus angenommen, laut Kollitsch "weil die Stadtgemeinde nur halbherzig dazu steht". Er und auch Grebenjak fordern die Ausweitung des Betriebes auf die Altgemeinden, Zirgoi will darüber hinaus Sammeltaxis als Ergänzung und "endlich die Umsetzung des Verkehrskonzepts". Insgesamt sind die Wahlprogramme recht umfangreich, mitunter weil sich darin einige Versäumnisse der auslaufenden Periode finden.
Waldbesitz. In Sachen erneuerbare Energie scheint ein leichtes Umdenken Platz zu greifen. Immerhin besitzt die Stadtgemeinde 250 Hektar Wald. Blaschitz will vorerst die Schulen in den Altgemeinden mit Hackschnitzeln beheizen, Kollitsch Nah- und Fernwärmenetze mit Biomasse forcieren.











