Die Preise fahren im Kreis
Die Taxipreise sind im Bezirk Völkermarkt Verhandlungssache. Das Fehlen von verbindlichen Tarifen sorgt für Verwirrung bei den Fahrgästen.

Foto © WeichselbraunTaxipreise sind im Bezirk Verhandlungssache: Deshalb vor dem Einsteigen nach dem Preis fragen
Einen Abend zahle ich für eine Fahrt mit dem Shuttle von Kühnsdorf nach Völkermarkt fünf Euro, in der nächsten Woche 30", - mit Aussagen wie diesen wandten sich mehrere verärgerte Fahrgäste an die Kleine Zeitung-Redaktion.
Freie Preispolitik. Verbindliche Preise gibt es im Bezirk nicht - es herrscht eine freie Preispolitik. Was auch Christian Pongratz von "Kärntenshuttle" in St. Kanzian stört: "Es gehört eine geregelte Linie her. Ich wünsche mir eine Preispolitik unter allen Taxiunternehmen, wo wir alle an einem Strang ziehen und sagen, es kostet das Auto pro Kilometer so und so viel. Sonst kommt unsere Berufsgruppe wegen einiger schwarzer Schafe in Verruf." Pongratz hat einen Preiskalkulator auf seiner Homepage, außerdem hängt eine Preisliste in jedem Mietwagen.
Preis berechnen im Netz. Auch "Taxi Enterprise" hat einen Preisberechner auf seiner Homepage. Mit Manfred Moll fahren Stammkunden und Einzelpersonen günstiger. Teurer wird es laut dem Unternehmer, wenn mehrere Leute im Wagen sitzen. Moll hält nichts von verbindlichen Tarifen: "Meine Preise sind eh verbindlich. Jeder Unternehmer kann verlangen, wie viel er für richtig hält."
Klagenfurt als Bemessungsgrundlage. Thomas Wolfgang Hotimitz aus Buchbrunn bei Eberndorf beispielsweise hält sich "an die Tarife in Klagenfurt." Das sind rund 90 Cent pro Kilometer. Aber auch bei ihm variieren mitunter die Preise: "Wenn ich in ein Gebiet fahre, in dem auch andere Unternehmen sind, muss ich billiger sein, damit ich konkurrenzfähig bleibe. Wenn in meiner Nähe kein anderer ist, verrechne ich mehr, weil ich dann immer noch der Günstigste bin." Wichtiger Tipp für Fahrgäste: Vorher nach dem Preis fragen!












