Unterirdisches Lager für Liaunig Museum
Museum in Neuhaus wird um ein 700 Quadratmeter großes unterirdisches Skulpturenlager vergrößert. Liaunig investiert rund 500.000 Euro. Bürgermeister Gerhard Visotschnig rechnet mit dem Baubeginn noch im Herbst.

Foto © KatzDer äußerst funktionelle Bau bietet der Sammlung zeitgenössische Kunst großzügige Ausstellungsflächen - und Besuchern ein Kunsterlebnis
Das Museum braucht einen Lagerraum für Skulpturen", sagt Bürgermeister Gerhard Visotschnig. Die 4.400 Quadratmeter große Nutzfläche des privaten Kunstmuseums ist zu klein geworden. "Mit den Arbeiten wird in absehbarer Zeit begonnen", sagt Visotschnig. Investiert werden 500.000 Euro.
"Die Planung obliegt dem Architekturbüro "Querkraft", das auch das Museum geplant hat", so Visotschnig. Die Bauaufsicht übernimmt der St. Pauler Architekt Josef Klingbacher. Neben einem runden, unterirdischen Lagerraum, der einen Durchmesser von 20 Metern aufweist und mit einem riesigen Lichtschacht bis zur Oberfläche reicht, werden auch Räumlichkeiten für die Lagerung von aufwändigen Verpackungsmaterialien und Werkräume gebaut. Der unterirdische Zubau hat eine Gesamtfläche von 700 Quadratmetern. "Das neue architektonische Kunstwerk aus Sichtbeton entsteht unter der großen Wiese in Richtung Osten", so Visotschnig.
20.000 Besucher
"Das Museum Liaunig ist ein Glücksfall für die Gemeinde Neuhaus", zeigt sich der Bürgermeister erfreut. Vom 26. April bis 31. Oktober sind von Mittwoch bis Sonntag täglich vier Führungen ausverkauft. "Momentan ist hauptsächlich Fachpublikum aus Österreich, Frankreich und Deutschland zu Gast", berichtet der Bürgermeister, der heuer mit einer Besucherzahl von 20.000 rechnet.
"Die Tourismusbetriebe haben durch das Museum eine Standortsicherung." Ebenso würden heimische Handwerksunternehmen und die Gemeinde vom Museum profitieren. Eröffnet wurde das Museum, in das Herbert Liaunig bisher rund zehn Millionen Euro investiert hat, im Jahre 2008. Ein erster Architektenwettbewerb, den die Französin Odile Decq gewann, wurde wegen der Kostenüberschreitung nicht umgesetzt. Ebenso kamen die ursprünglichen Zusagen der Landesregierung, sich am Projekt finanziell zu beteiligen, nicht zum Tragen.
Architektur mit Detail
Architektonische Elemente des von Sichtbeton und Stahl geprägten Museums sind ein Schaudepot, der 160 Meter lange Hauptraum, der an beiden Enden 30 Meter über die Böschung reicht sowie ein Bereich für Grafik und der schwarze Kubus für die Sammlung "Gold der Akan".
Features
Museum Liaunig
Eröffnung. Das bestehende Museumsgebäude wurde im August 2008 eröffnet.
Bauherr. Kunstsammler und Großindustrieller Herbert W. Liaunig.
Planung. Die Planung des Projektes übernahm das Architekturteam "Querkraft" in Graz.
Gesamtnutzfläche. 4.400 Quadratmeter. Der unterirdische Bau wird auf 700 Quadratmetern errichtet.
Investition. Rund zehn Millionen Euro. Für den Zubau werden rund 500.000 Euro investiert.
Besucher. Jährlich werden etwa 20.000 Gäste erwartet.
Baukörper. Schaudepot, White Cube, Grafikraum, Annex für Goldsammlung.
Hintergrund
Foto

Außenansicht des Museums Liaunig Neuhaus/SuhaFoto © Katz
Zum Thema
Das Museum
Ein Privatmuseum des aus Radenthein stammenden Industriellen Herbert Liaunig.Ab 2. September geht es täglich außer Montag sechs Mal geführt durch die rund 5000 Quadratmeter Nutzfläche des Museums, in dem es einen Querschnitt durch die österreichische Kunst nach 1950 zu sehen gibt. Anmeldung unter der Telefonnummer (0 42 36) 211 15. Eintritt: 10 Euro.












