Neue Röhre um 235 Millionen Euro
Um die Sicherheit im Karawankentunnel an der Kärntner Grenze zu Slowenien zu erhöhen, setzt die Asfinag eine Reihe von Maßnahmen. 235 Millionen Euro wird die zweite Tunnelröhre kosten, durch die der Verkehr dann fließen soll.

Foto © Weichselbraun
Ein Zwischenfall am Mittwoch kam für die Asfinag-Vorstände Alois Schedl und Klaus Schierhackl gerade recht. "Ein aus Slowenien kommender Lkw fährt in den Karawankentunnel, kurz darauf fangen die Reifen Feuer." Die Situation wird von der Brandschutzgruppe schnell unter Kontrolle gebracht, zeigt aber wie gefährlich der einröhrige Tunnel sein kann. Deshalb wurden gestern umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen präsentiert.
"Alle Kfz mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht müssen jetzt durch die Thermoscanner-Anlage. Mittels Wärmebildkamera wird die Temperatur der Fahrzeuge vor Einfahrt in den Tunnel überprüft", sagt Schedl. Gibt es eine Überhitzung, heißt es Abwarten und Abkühlen. Neu sind auch eine Brandschutzgruppe und die Lkw-Dosieranlage vor dem Tunnel für verkehrsreiche Zeiten. "Jede Minute darf dann nur ein Lkw in den Tunnel." Manko dieser Maßnahmen: Es gibt sie nur in Richtung Süden. Verkehrsministerin Doris Bures kündigt aber auch wieder "Lkw-Fahrverbote in den Sommermonaten" an, konkret ist das an Samstagen von 5 bis 12 Uhr geplant. Proteste der slowenischen Frächter sind vorprogrammiert, laut Schierhackl "haben Pkw aber einfach Vorrang".
Langsam konkret wird der Bau einer neuen Tunnelröhre. "Bis 2019 wird gebaut, die zweite Röhre wird etwa 235 Millionen Euro kosten", sagt Bures. Der Bau ist laut Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit Slowenien paktiert.
Nach Fertigstellung soll die alte Röhre vorerst als Fluchtstollen dienen. Gesetzlich ist erst ab 20.000 Fahrzeugen pro Tag ein zweiröhriger Betrieb vorgesehen. Derzeit sind es an einem Durchschnittstag etwa 8500 Fahrzeuge. An starken Reisetagen rollen bis zu 30.000 Autos durch den Tunnel.









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