"Nötscher Kreis" kann nun aufatmen
Gemeinde beschließt die Finanzierung. Wasser- und Abwassergebühren werden teurer.
NÖTSCH. Auch wenn in der Vergangenheit viele Probleme in Nötsch "hausgemacht" waren, die mit der Verschuldung des Landes einhergehenden Kürzungen bei den Kommunen machen Budgetkonsolidierungen fast unmöglich. Trotz angespannter Lage blieben bei der letzten Gemeinderatsitzung des Jahres "Untergriffe" aus, man versuchte gemeinsam, Wege aus der Krise zu finden. Alle personellen Neu- und Nachbestellungen gingen einstimmig über die Bühne. Nur Alfred Altersberger (ÖVP) fand es "erschreckend", dass sich "kein SPÖ-Mandatar für die Mitarbeit an der Abwasser-Betriebsgesellschaft findet".
Positive Signale und einen einstimmigen Beschluss gab es auch bei der Neuordnung der Kinderbetreuung (Beiträge, Hort und Schulbus), über die Öffnungszeiten will man gesondert diskutieren. Aufatmen darf auch das "Museum des Nötscher Kreises". Das Land wird den "kulturellen Mittelpunkt des Ortes", so Bürgermeister Johann Müller (SPÖ), in den kommenden drei Jahren mit jährlich 50.000 Euro unterstützen. Bedingung: Die Gemeinde Nötsch muss ebenfalls 12.500 Euro aufbringen.
Regelmäßige Anpassung
Während bei der Gebührenerhöhung für das Wasser Gemeindevorstand Bernhard Skina und Sarah Al-Hosini (beide ÖVP) dagegen stimmten, gab es bei der fünfprozentigen Erhöhung bei den Abwassergebühren Einstimmigkeit. Gemeindevorstand Wolfgang Springhetti (BZÖ) will aber, "dass in Zukunft eine regelmäßige Anpassung stattfindet".
Ein "großer Brocken", der auch Hohenthurn betrifft, wurde indes "aufgeschoben". Für eine nicht völlig geklärte Forderung der Verbund-Finanzierungsgesellschaft in Zusammenhang mit der Abwasseranlagen-Errichtung soll Nötsch die Haftung übernehmen. Trotz "Ungereimtheiten" beim Zustandekommen der hohen Kosten gab es bei diesem Tagesordnungspunkt Einstimmigkeit. GERHARD LEEB








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