Derby zum Frühschoppen
Nostalgie pur! Beim Spiel Maria Gail gegen FC Faakersee prallen am Sonntag (10.45 Uhr) zwei ehemalige Liga-Klubs aufeinander.
VILLACH. Eines steht fest! SV Maria Gail und der FC Faakersee haben schon bessere Fußballzeiten erlebt. Faakersee hat etwa nach einem Durchmarsch sondergleichen schon 1968 mit dem heutigen Finkensteiner Bürgermeister Walter Harnisch als Goalgetter zum ersten Mal den Aufstieg in die damals sehr elitäre Kärntner Liga geschafft.
Spieler des Ligateams waren dazumal heiß begehrt. So hat es etwa Christian Pinter sogar zu einem Profivertrag bei Rapid Wien gebracht und Fritz Müller hat anschließend etliche Jahre beim VSV in der Regionalliga gespielt. Faakersee ist nach zwei Jahren wieder abgestiegen, hat dann später aber noch einmal der Aufstieg geschafft.
Aber auch Maria Gail hat ab 1995 viele Jahre sehr erfolgreich in der Kärntner Liga gespielt und speziell unter Trainer Gerhard Imhof tolle Platzierungen erreicht. Der Abstieg der Villacher erfolgte dann - aus wirtschaftlichen Gründen - freiwillig.
Jetzt prallen diese beiden Ex-Liga-Klubs am Sonntag zur Frühschoppenzeit (10.45) im "Fußballkeller" (2. Klasse B) aufeinander. Und das mit ganz verschiedenen Vorzeichen. Denn Faakersee ist mit zwei Siegen gegen Drautal II (7:1) und gegen Stockenboi (3:1) optimal in die Meisterschaft eingestiegen.
"Maria Gail scheint aber so etwas wie ein Angstgegner von uns zu sein", warnt Trainer Siegfried Kreulitsch angesichts der beiden Vorjahrsniederlagen (1:2, 2:3). "Diesmal müsste uns aber ein Punktezuwachs gelingen", hofft der Neo-Fünfziger.
Maria Gail ist der Start nicht geglückt. In den beiden Auswärtsspielen hat es gerade einmal zu einem Pünktchen - gegen Bad Bleiberg (3:3) - gereicht. Jetzt soll es im ersten Saisonheimspiel den ersten vollen Punktezuwachs geben. "Wir wollen vorne mitspielen", nennt Obmann Christian Colombo sein Saisonziel. WALTER FELDNER
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