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Zuletzt aktualisiert: 23.06.2010 um 20:17 UhrKommentare

Kletterprofis sichern Kanzianiberg

Kärntens größtes Klettereldorado, der Kanzianiberg bei Finkenstein wird derzeit aufwendig saniert. Alle Kletterer können sich daran beteiligen.

Der Kanzianiberg verbucht pro Jahr rund 25.000 Besucher", sagt Josef Egarter von der Kanzianiberg-Betriebsgesellschaft. Mit circa 500 Kletterrouten und mehreren Klettersteigen zählt das ehemalige Rückzugsgebiet der Kelten zum größten Klettergarten im Alpe-Adria-Raum und zu einem der bekanntesten Klettergebiete in Österreich.

Bei so viel vertikaler Frequenz bleibt auf Dauer auch der Fels vor Abnützung nicht verschont. "Um die Sicherheit bei einer derartig starken Beanspruchung zu gewährleisten, muss der Klettergarten in regelmäßigen Abständen saniert werden", so Egarter. Mit seinem fünfköpfigen Team hat er gerade die erste Phase der groß angelegten Sanierungsarbeiten abgeschlossen. "Wir haben das Wegenetz zum Teil überarbeitet, das Schadholz beseitigt und die Klettersteige größtenteils neu gesichert."

Drei-Jahres-Plan

In drei Jahren soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein, was auch eine Sanierung der Kletterrouten beinhalten wird. Der finanzielle Aufwand beläuft sich auf rund 90.000 Euro. Einen Teil davon übernimmt das Tourismusreferat der Landesregierung. "Der größere Brocken aber bleibt an der Kanzianiberg-Betriebsgesellschaft hängen", erklärt Egarter. Ein Brocken, der nicht ohne weitere Unterstützung geschultert werden kann. Eine Lösung sieht Egarter etwa in einem freiwilligen Entgelt der Kletterer. "Für den Einzelnen wäre der Aufwand gering und uns wäre sehr stark geholfen. Am Ende profitiert jeder davon", so Egarter.

Vertikale Erlebniswelt

Denn am Kanzianiberg übt sich jeder, der sich in der vertikalen Welt profilieren will: vom Kletterneuling über den Alpinisten bis hin zum ambitionierten Sportkletterer - der Kanzianiberg hält für jeden etwas bereit. Nicht ohne Grund veranstalten das Bundesheer sowie die Alpinpolizei und die alpinen Vereine hier regelmäßig ihre Kletter- und Rettungskurse, kommen seit Jahrzehnten Schüler aus ganz Österreich, um hier ihre Schullandwoche zu verbringen. Für die Einschulung in alpines Verhalten und Klettertechnik sorgen hierbei staatlich geprüfte Bergführer von Egarters "Alpinschule 4 Jahreszeiten".

Aufgrund des Booms im Kletterbereich hat Egarter im kommenden Jahr ein dreitägiges internationales Klettercamp geplant. "Ziel ist ein überregionales Event für Kletterer aus dem gesamten Alpe-Adria-Raum zu schaffen, bei dem ein Leistungsvergleich stattfindet, über Fachthemen informiert wird."


KLETTERN AM KANZIANI

Kanzianiberg. Rund 500 Kletterrouten für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis sowie mehrere Klettersteige. Der Klettergarten ist für jeden frei zugänglich.

Kurse. Regelmäßige Klettersteig-, Sicherungs- und Kletterkurse. www.vjz-alpin.at

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