Rodel-Veteran Hilgarter sagt zum Abschied leise "Servus"
Ferndorfer Naturbahnrodler hat seinen Schlitten nach 20 Jahren zur Seite gestellt. Zum Abschied Staatsmeisterschafts-Silber.
FERNDORF. "Im Ziel stand es fest: Das war mein letztes Rennen", erzählt Guido Hilgarter (RC Askö Ferndorf) von seinem spontanen Rücktritt, nachdem er bei den Staatsmeisterschaften in St. Salvator (Stmk) noch Silber eingefahren hatte.
Damit endete für den 39-jährigen Ferndorfer Naturbahnrodler nach 20 Aktivjahren eine bemerkenswerte Karriere. Highlights waren etwa die sechsten Ränge bei der WM oder der WC-Gesamtwertung 2003. Dazu ist Hilgarter dreifacher EC-Gesamtsieger und mehrfacher Staatsmeister. Mit seinem Abgang verlagert sich das Kärntner Naturbahnrodeln fast ausschließlich in das Lavanttal - mit den Knauder-Brüdern, Schatz oder Maierhofer. Im übrigen Kärnten bleibt wohl nur noch die Erinnerung an diesen spektakulären Sport mit seinen rasanten Abfahrten und Geschwindigkeiten über 100 km/h.
Vorzeit am Wurzenpass
Dabei hat Naturbahnrodeln speziell im Raum Villach Tradition. So hat vor 60 Jahren auf der alten Wurzenpass-Straße das erste Rodelrennen in Kärnten stattgefunden und nur ein Jahr später gingen auf der "Hundsmarhof-Bahn" die ersten Landesmeisterschaften über die Bühne. Naturbahnrodeln ist hier vom Vergessen bedroht. Hauptgründe sind fehlende Bahnen und damit Trainingsmöglichkeiten. "Zum Training musste ich in die Seetaler Alpen oder nach Italien. Das sind lange Anreisen. Und das drei Mal in der Woche", erzählt Hilgarter.
Hilgarter will dem Rodelsport aber erhalten bleiben. "Im Sommer werde ich noch EC-Rollenrennen bestreiten. Dazu will ich mich dem Nachwuchs als Trainer zur Verfügung stellen", erzählt der 39-Jährige. WALTER FELDNER







