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Zuletzt aktualisiert: 06.02.2012 um 18:15 UhrKommentare

Wohnhausbrand: Lösch-Einsatz bei minus 16 Grad

In der Nacht auf Montag stand ein Wohnhaus in Feld am See in Flammen. Eine Autolenkerin bemerkte den Brand und schlug Alarm. Fünf Wehren standen im Einsatz.

Bei klirrender Kälte wickelten die 70 Feuerwehrmänner den Löscheinsatz professionell ab

Foto © Bfkdo SpittalBei klirrender Kälte wickelten die 70 Feuerwehrmänner den Löscheinsatz professionell ab

"Bei euch drüben brennt?s!" Dieser Anruf riss am Montag gegen 2.15 Uhr nachts den Vizebürgermeister von Feld am See, Wolfgang Strasser, aus dem Bett. "Der Anruf kam von den Nachbarn Rudi und Rosi Schweintzer, die auf der gegenüberliegenden Seite der Millstätter Bundesstraße wohnen", erzählt Strasser. "Sie hatten bemerkt, dass es aus einem derzeit unbewohnten Nachbarhaus, das nur knapp 20 Meter neben meinem Haus liegt, herausraucht." Kurz davor hatte bereits eine aufmerksame Autolenkerin, die die starke Rauchentwicklung ebenfalls bemerkt hatte, über Notruf Alarm geschlagen.

Alarmstufe II

Für die Feuerwehren im Gegendtal wurde Alarmstufe II gegeben. Fünf Feuerwehren eilten zum Brandort: die FF Feld am See, die FF Afritz sowie aus dem angrenzenden Bezirk Spittal die FF Untertweng, FF Radenthein und die Betriebsfeuerwehr Veitsch-Radex. "Rund 70 Mann waren vor Ort", berichtet Oberbrandinspektor (OBI) Wolfgang Maier, Kommandant der FF Feld am See, der den Einsatz leitete.

Eisiger Einsatz

Dieser gestaltete sich schwierig: "Es hatte minus 16 Grad. Das Löschwasser war zwar nicht weit weg, aber wir mussten es mittels Pumpen ständig am Durchlaufen halten, damit in den Schläuchen nichts einfriert", berichtet Maier.

Der Brand hatte sich vom Vorraum, wo er ausgebrochen sein dürfte, über eine Holzstiege auf Obergeschoß und Dachstuhl ausgebreitet. Maier: "Unsere Leute konnten nicht auf das Dach steigen, um es von außen zu öffnen, da es vereist war. Sie sind über einen Zubau ins Obergeschoss eingestiegen und haben – mit schwerem Atemschutz – den Innenangriff gestartet."

Heißer Tee

Der Einsatz bei klirrender Kälte dauerte bis 6 Uhr. "Wir haben für unsere Männer heißen Tee organisiert", so Maier. "Und sie konnten sich zwischendurch auch im Haus der Familie Strasser bei Tee aufwärmen."

Brandwache wurde bis 9.30 Uhr gehalten. Die Brandursache wird erst ermittelt. Ein elektrischer Defekt ist auszuschließen, da das Haus über keinen Stromanschluss mehr verfügt. Der Besitzer, ein 52-jähriger Dachdecker, lebt in Oberösterreich. Sein Elternhaus in Feld am See bewohnt er zeitweise. Zuletzt war er einige Tage lang bis zum Sonntag hier.

REGINA ROTHAUER

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