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Zuletzt aktualisiert: 28.01.2012 um 20:30 UhrKommentare

Sie vernetzt Kultur mit dem Handy

Die Bad Bleibergerin Sandra Walkshofer produziert nicht nur Apps für Stätten des Weltkulturerbes, sondern bald auch für die wichtigsten Villacher Sehenswürdigkeiten.

Dass sich neueste Technologie, Historie und kulturelles Erbe wunderbar ergänzen können, beweist ein zukunftsweisendes Projekt. Angeregt von Vizebürgermeister Richard Pfeiler hat eine Bad Bleiberger Firma ein umfangreiches Konzept erarbeitet, damit Villach schon bald via Smartphone oder iPad touristisch gänzlich neu erlebbar sein kann.

"Innovative Technik macht es möglich, dass sich Kulturregionen völlig neu und modern präsentieren", erklärt Sandra Walkshofer, Chefin ihrer Boundary Media KG. Seit 2009 ist die 37-Jährige in Sachen Film und Multimedia unterwegs, hat internationale Auftrags- und Eigenproduktionen in den Bereichen Bildungsfilm, Unterrichts-DVDs und eben Apps für UNESCO-Welterbestätten erstellt. "Gerade Kulturinitiativen sind auf diesem Gebiet stark im Vormarsch", weiß Walkshofer.

Kulturrundweg

Für Villach hat sie jetzt ein Projekt ausgearbeitet, wo ein kulturhistorischer Rundweg in der Altstadt mit 15 fixen Punkten festgelegt wird. Das Smartphone meldet sich an den definierten Stellen und liefert interessante Informationen über Geschichte oder Eigenart des Platzes via Text, Audio oder als Kurzfilm. "Dieser Prototyp ist natürlich in jeder Hinsicht erweiterbar", sagt die studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichtlerin Walkshofer. Solange das Produkt strukturiert und gut aufbereitet ist, kann man den Fokus auf Kultur und Geschichte völlig neu und spannend gestalten. Im Stadtbudget für 2012 war das Projekt bereits mit 20.000 Euro in der ersten Tranche vorgesehen, ob die Villach-App auch im Februar, nach der Korrektur der Stadtfinanzen, bezahlt sein wird, steht noch nicht fest.

Villachs Apps

Dass die Stadt in jedem Fall in Richtung "smart" geht, bewies sie schon im Vorjahr mit dem Angebot der Gratis-"Wasser-App". Per Klick können iPhone-Benutzer in Villach - übrigens weltweit einzigartig - den Wasserstand ablesen und ans Wasserwerk übermitteln. Weiters gibt es in der Draustadt seit einem guten Jahr bekanntlich das Handyparken, das ebenfalls für Smartphone-Benutzer via App möglich ist.

Walkshofers Theorie, dass gerade Kulturinitiativen in Sachen technologischem Nutzen Vorreiter sind, beweist in Villach der Kulturhofkeller: Mit der kostenlosen gelben App sind die Nutzer stets über Kunst, Literatur, Musik und Performances des engagierten Teams informiert. Cineasten haben auf der "Cineplexx-App" etliche Informationen über Kinoprogramm und -beginnzeiten mit einem Klick verfügbar.

DANJA SANTNER

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