Rock-Opas mit 5000 Watt
Seit 45 Jahren rockt die "Ringfire Gordon Band" auf heimischen Bühnen. Angefangen hat alles im Ham- burger Star-Club, wo einst die Beatles entdeckt wurden.
Als Jugendlicher trampte Walter Schönsleben nach Hamburg, die "Beatles" im Star-Club haben es dem Arnoldsteiner angetan. "Ich wollte auch eine Band haben", erinnert sich der 64-jährige Ex-Grenzstellenleiter.
Ein paar Jahre später machte der leidenschaftliche Sänger seinen Traum wahr. Der Name der Musikgruppe war bald gefunden: "Ringfire Gordon Hysteric Soul". "Ringfire war damals mein Spitzname, weil ich gerne Ringe getragen habe und diese Dinger in der Disco immer aufblitzten." Auch Musikerkollegen waren da, nur mit den teuren Instrumenten haperte es. "Ich musste einen Kredit aufnehmen, um Verstärker kaufen zu können", lächelt der einstige Arnoldstein-Fußballer und -Eishockeyaner. Ohne Bürge ging aber nichts. Ferry Kropiunig (64) stand gut und stieg auch gleich als Bassgittarist ein. Das erste Konzert im Arnoldsteiner Kulturhaus (1968) war mit 600 Zuhörern ausverkauft.
Nach einer mehrjährigen Bühnenpause griffen Schönsleben und Co. wieder zu den Instrumenten. 1992 reaktivierten die alten Haudegen ihre ehemalige Band, nannten sie ab sofort "Ringfire Gordon". Die Besetzung wurde durch die Profis Jörg Friessnegg (Gitarre) und Komponist Gerd Schuller (58, Keyboard) prominenter, das Band-Motto blieb gleich. "Musik ist unsere Leidenschaft. Wir schlagen unsere Freizeit nicht am Biertisch oder vor dem Fernsehapparat tot - wir machen lieber gemeinsam Musik", bekennt Konditormeister Charly Hutter, der am Schlagzeug trommelt.
Ein Hit blieb bislang versagt, "aber das macht ja nichts", sagt Schönsleben. "Unser Programm besteht ohnehin aus gecoverten Ohrwürmern". Von AC/DC bis ZZ Top tönt es aus der 5000-Watt-Anlage. Lob gab es sogar von Deep Purple, "Ringfire Gordon" trumpfte bei den erfolgreichsten Hardrockern der Welt einmal sogar als Vorgruppe auf.
Im Oktober wird übrigens mit einem Konzert in Villach das 45. Jubiläum gefeiert.








