Kein Ticket mehr beim Schaffner
Ab 1. März können Bahnfahrer Tickets für zwei Hauptpendlerstrecken nur mehr bei Automaten kaufen. Schwarzfahrer zahlen Ticket plus 60 Euro.
Einfach in den Zug einsteigen und beim Schaffner ein Ticket kaufen - das war einmal. Auch in Kärnten steigen die ÖBB jetzt auf so genannte Selbstbedienungsstrecken um. Betroffen sind, so Christoph Posch, Sprecher der ÖBB in Kärnten, die beiden Hauptpendlerstrecken Friesach - Klagenfurt - Villach - Spittal und Villach - Arnoldstein. Stichtag ist der 1. März. Wer ab diesem Zeitpunkt im Zug ohne Ticket angetroffen wird, zahlt. Und zwar kräftig: "Den Ticketpreis plus 60 Euro Strafe", sagt Posch.
Andere Aufgaben. Die Tickets können in den jeweiligen Bahnhöfen beim Fahrkartenautomaten erworben werden. Die Zugbegleiter werden auf diesen beiden Strecken aber nicht komplett abgeschafft. "Sie verkaufen eben nur keine Tickets mehr, sondern widmen sich anderen Aufgaben wie beispielsweise der Sicherheit", so Posch. Und sie werden kontrollieren, ob die Fahrgäste eine Karte gelöst haben. Zusätzlich wird kärntenweit ein Kontrollteam eingesetzt. "Unter anderem in den Elektrotriebzügen, die wirklich für den schaffnerlosen Betrieb vorgesehen sind", sagt Posch.
Wirtschaftlichkeit. Für die ÖBB ist die Umstrukturierung natürlich auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit: Die Kosten sinken. Es sei derzeit aber nicht geplant, auch andere als die beiden Pendlerstrecken auf "Selbstbedienung" umzustellen. Denn: "In den übrigen Bahnhöfen gibt es noch keine Fahrkartenautomaten."









