Diebe mit 135 Kilogramm Steinpilzen gefasst
Die drei mutmaßlichen Pilzdiebe wurden bei einer Routinekontrolle auf der Südautobahn erwischt. Sie waren in Richtung Italien unterwegs. Auch ein gefälschter 50-Euro-Schein entdeckt. Die Pilze sollen nun an eine soziale Einrichtung gehen.

Foto © KK/BergwachtDa staunten die Bergwächter nicht schlecht: 20 Holzsteige voller Pilze fanden sie im Auto. Die Pilze wurden an soziale Einrichtungen verteilt
Das hat es in Kärnten noch nicht gegeben. Josef Gang, Bezirksleiter der Bergwacht Villach landete Samstag Nachmittag mit seinem Kontrollteam den bisher größten Erfolg im Kampf gegen Pilzräuber. Drei Rumänen wollten in ihrem "Renault"-Pkw 135 Kilogramm frisch gesammelte Herrenpilze in allerhöchster Qualität nach Italien bringen.
"Südlich von Neapel werden Steinpilze zu Kilopreisen bis zu 200 Euro gehandelt", berichtet Johannes Leitner, Landesleiter der Bergwacht. Seit Jahren arbeitet seine Organisation engstens mit den Kollegen der staatlichen italienischen "Corpo forestale" zusammen. Seit 1. Oktober gilt nach der Pilzverordnung ein Sammelverbot für teilweise geschütze Pilze, zu denen unter anderem der Steinpilz und das Eierschwammerl zählen. Die wertvole Fracht der Rumänen wurde beschlagnahmt und wird an Sozialmärkte sowie Alters- und Kinderheime verteilt. Bei der Zahlung der "Sicherheitsleistung" - pro Mann 365 Euro - wollte das Trio mit Falschgeld bezahlen. Die Bergwächter schalteten sofort die Polizei ein. Bei weiteren Überprüfungen stellte sich heraus, dass zumindest einer der Rumänen "kein unbeschriebenes Blatt" ist. Er wurde festgenommen. LHstv. Kurt Scheuch: "Einsätze wie dieser unterstreichen die Schlagkraft der Bergwacht."










