Investoren für Chemson gesucht
Das Kärntner Chemieunternehmen Chemson steht um 50 Millionen Euro zum Verkauf. Der aktuelle Eigner, Buy-Out Central Europe II, steigt aus. Firma will weiter expandieren.

Foto © JustChemson-Managerin Roula Millauer und Aufsichtsrat Kurt Stiassny
80 Millionen Euro - dieser Kaufpreis wurde kolportiert, als der Private-Equity-Fonds "Buy Out Central Europe" rund um Kurt Stiassny im Jahr 2008 beim Polymer-Unternehmen Chemson einstieg. Jetzt steht der Ausstieg bevor - nur über die angepeilte Verkaufssumme schweigt man. "Wir haben gestern die Investmentbank damit beauftragt, einen Käufer zu suchen", heißt es bei "Buy Out Central Europe". Der Zeitpunkt zum Verkaufen sei ideal. "Die Krise ist überstanden und das Unternehmen will weiter investieren. Dazu braucht es einen strategischen Partner oder einen finanzkräftigeren Fonds", begründet man den Schritt. In Arnoldstein arbeiten 250 Mitarbeiter, weltweit sind es 540, der Gruppenumsatz liegt bei 240 Millionen Euro.
Für Roula Millauer, Vorstand der Chemson, kommt der Ausstieg von "Buy Out Central Europe" nicht überraschend. "Bei einem Fonds ist es klar, dass er sich nach einigen Jahren zurückzieht, das ist eine normale Entwicklung", betont die Managerin. Künftig wolle Chemson den Marktauftritt in Amerika und im pazifischen Raum stärken, "hier sehen wir Potenzial".
"Buy Out Central Europe"-Gründer Stiassny schied übrigens im Vorjahr aus dem Vorstand aus. Er wurde in erster Instanz im Libro-Prozess wegen Untreue und Bilanzfälschung zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Berufung ist noch im Laufen.










