Wirt schmiedet an Plänen
Ermittler suchen fieberhaft nach der Ursache für den Großbrand in der Stiftsschmiede. Besitzer Gerhard Satran lässt sich nicht unterkriegen.

Foto © SchusserDas komplette Dachgeschoss des etwa 1000 Jahre alten Gebäudes ist vollkommen zerstört
Wie ein böses Déjà-vu - so muss Gerhard Satran den Brand seiner Stiftsschmiede in Ossiach Mittwochnachmittag (wir berichteten) erlebt haben. Erst im Oktober 2008 war sein Lokal auf der Burg Finkenstein aufgrund eines technischen Defektes abgebrannt. Doch der Gastronom lässt sich nicht unterkriegen. Die Burgschenke in Finkenstein wurde wiedereröffnet, Gleiches soll auch mit der Stiftsschmiede geschehen. "Das alles ist nicht fein, vor allem in der Hauptsaison. Allein am Wochenende hätten wir zwei Hochzeitsgesellschaften hier gehabt", sagt Satran. Er ist derzeit unter anderem damit beschäftigt, eine Lösung für seine Gäste zu finden. Und immer wieder musste gestern die Feuerwehr Ossiach ausrücken, um Glutnester zu löschen. Kommandant Robert Puschl: "Alle zwei Stunden beginnt wieder etwas zu glosen."
Mittwoch waren die Wehren bis 23 Uhr im Einsatz, Schadenshöhe und Brandursache sind noch unklar. Gestern ermittelten zwei Beamte des Landeskriminalamtes vor Ort. "Aufgrund der Zerstörung ist es fast unmöglich, festzustellen, warum das Feuer im Lagerraum des Dachgeschosses ausgebrochen ist", sagt Ermittler Wolfgang Rossmann. Per Zeugen wird nun versucht, die Stunde vor Ausbruch des Feuers zu rekonstruieren - das kann Tage dauern. Die Stiftsschmiede ist 1000 Jahre alt und war eines der ersten Häuser der Gemeinde.










