"Die beste Zeit unseres Lebens"
Die Weltenbummlerinnen Anna Truntschnig und Lisa Taurer sind daheim gelandet.
B raun gebrannt, strahlend über das ganze Gesicht und voll mit Erlebnissen ziehen die beiden Weltenbummlerinnen Anna Truntschnig und Lisa Taurer Resümee über die vergangenen neun Monate. "Die Auszeit nach der Matura war die beste Entscheidung!", sind sich die Freundinnen einig. Von ihren Reisehöhepunkten rund um die Erde haben sie regelmäßig via Kleine Zeitung berichtetet.
Wo es am schönsten war? "Ich kann mir vorstellen, in Hawai zu leben!", sagt Lisa. Und Anna ergänzt, auch Neuseeland und die Fidji-Inseln wären eine gute Wahl. "Grundsätzlich aber haben wir überall so viele neue und liebenswerte, vor allem hilfsbereite Menschen kennengelernt", schildern die Heimkehrerinnen. "Und wir haben erfahren, mit wie wenig man eigentlich auskommt." In Peru wog der Rucksack gerade einmal acht Kilogramm. Gefehlt hat ihnen trotzdem nichts. "Man kommt schnell drauf, dass der Lippenstift nicht das Wichtigste ist!", lachen die couragierten Mädchen. "Wir haben vollkommen ungeschminkt so viele Komplimente bekommen, wie man sie daheim oft aufgebrezelt nicht kriegt."
Und das Heimweh? "Wir verstanden uns so gut, kennen uns jetzt in- und auswendig, haben unendlich viel geredet", erzählen Lisa und Anna. "Echtes Heimweh konnte nicht aufkommen, weil man immer neue Eindrücke gewinnt, etwas organisieren muss, sich um Arbeit kümmert, neue Menschen trifft." Weihnachten gab es Barbecue am Strand in Australien.
Schlechte Erfahrungen machten sie nie, exotische schon. "Man gewöhnt sich schnell ab, pingelig zu sein." Viele Toilettenanlagen, das Baden in einer Regentonne neben einer riesigen Spinne, einige Unterkünfte, mussten sie erst verdauen.
Das Essen? "Glücklicherweise gibt es überall Kartoffeln, wenn andere Speisen zu verdächtig wirkten", scherzen die Mädchen. "Wir haben uns vegetarisch ernährt, das ist meist am sichersten." Probiert haben sie stets, was auf den Tisch kam. Oft auch mit Bauchzwicken als Belohnung für kulinarische Aufgeschlossenheit. "Meerschweinchen muss man nicht unbedingt essen", geben sie künftigen Weltenbummlern mit auf den Weg. "Die sind eher zäh, schmecken wie schlechtes Wild."
Probleme, Unterkunft und Arbeit zu finden, nervten die unkomplizierten Villacherinnen nie: "Wir haben in Pubs geholfen, auf Hühnerfarmen, bei Familien im Haushalt mitgearbeitet, Kinder betreut, Unkraut gejätet", lassen sie Revue passieren. "Meist haben uns Familien und Freunde weitergeholfen." Den Schlegels in Toronto und den Reichholds in Townsville danken sie besonders.
Daheim hat Lisa jetzt einen Ferialjob im Wildpark Feld am See aufgenommen, Anna in der Flugschule Annenheim. "Zu Hause ist alles wie immer, das ist schön so. Aber unsere Reise ist eine unbezahlbare Bereicherung für unser ganzes Leben."









