Neues Bordell mitten im Wald
Während andernorts protestiert wird, freut sich Hohenthurn auf Bordell: "Belebung für Wirtschaft!"
Man muss nur das richtige Gelände finden, dann gibt es keine Probleme", sagt der Bürgermeister von Hohenthurn Florian Tschinderle. Während in Fürnitz und Villach/Maria Gail (bereits vom Tisch) Anrainer gegen Bordelle protestierten, wird das unter "Wellnesstempel" firmierende Etablissement auf dem Industriegelände Hohenthurn vorangetrieben - im Dezember ist es fertig.
Einzige Anrainer sind der Wald und die angrenzende Autobahn. Das neue Etablissement wird auch eine eigene Küche, ein Restaurant sowie einen Hotelbetrieb für Übernachtungen bieten. Investiert werden sechs Millionen Euro, 20 Arbeitsplätze werden geschaffen. Investor ist eine Schweizer Gruppe, betrieben wird das Bordell von Österreichern. In Hohenthurn freut man sich sogar auf das Bordell: "Für die Gemeinde ist dies natürlich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wichtiger neuer Betrieb, wir profitieren von der Kommunalsteuer", sagt Tschinderle.
Bordell statt Industrie
Im Jahre 2008 hat die Gemeinde das Industriegelände auf 14 Hektar aus dem Wald gestampft. In der Zwischenzeit ist das Gelände an Kanal-, Wasser- und Stromnetz angeschlossen. 1,5 Millionen Euro hat die Gemeinde investiert. Der erste Betrieb, der sich ansiedelte, war voriges Jahr die russische Firma "Kraftool", eine Werkzeugfirma, die vor allem im osteuropäischen Raum verkauft. 20 Arbeitsplätze wurden geschaffen. Dass der zweite Betrieb auf dem Industriegelände nun ein Bordell wird, hat der Gemeinde zwar Kopfzerbrechen beschert, nach langem Zögern gab man aber grünes Licht. "Es ist die größte Baustelle im Gailtal und eine Belebung für die Wirtschaft", sagt Tschinderle. Der "Wellnesstempel" wurde bereits nach Gewerbe-, Prostitutions- und Baurecht genehmigt.











