Massiver Protest gegen Kreuzung
Weißensteiner Bürger und Gemeindevertreter bestehen auf Kreisverkehr. Aufruf zu Sitzstreik.
Mit Transparenten, Trillerpfeifen, gelben Luftballons starteten gestern Nachmittag rund 100 Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde Weißenstein auf der Drautalstraße B 100 bei Weißenbach eine massive Protestaktion gegen die im Bau befindliche T-Kreuzung: Angeführt von der Aktionsgemeinschaft "Pro Kreisverkehr" mit Sprecher Herbert Posautz und Gemeindevertretern mit Bürgermeister Hermann Moser und den Vizebürgermeistern Manfred Ebner und Walter Penker forderten sie erneut einen Kreisverkehr als Einbindung von neuer Draubrücke und Gummerner Landesstraße L 43 in die B 100.
Mehr Verkehrssicherheit, geringere Unfallgefahr, weniger Stehzeiten und Staus sind die Argumente pro Kreisverkehr. Untermauert werden sie von Gutachter Harald Frey vom Institut für Verkehrswissenschaften der Technischen Universität (TU) Wien: "Hier wird wissentlich Steuergeld verplant für eine Verkehrslösung, deren Sicherheit um 80 Prozent unter jener eines Kreisverkehrs liegt!", kritisiert Frey. Nicht nachvollziehbar sei für ihn die Argumentation im Gutachten der TU Graz, das vom Land Kärnten in Auftrag gegeben wurde und das eine T-Kreuzung bevorzugt: "Wir haben uns bereits an die TU Graz gewandt und hoffen auf Antwort."
Enttäuscht zeigten sich die Gemeindevertreter, dass von den Verantwortlichen des Landes niemand vor Ort war. "Die lassen uns ja dumm sterben", meinte Moser. Und kämpferische Töne schlug Ebner an: "Wir werden vor dem Büro des Landeshauptmannes einen Sitzstreik machen - anders wird er nicht munter werden!" REGINA ROTHAUER
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FAKTEN
Kreuzung. Über die neue Gummerner Draubrücke wird der Verkehr von der Landes- zur Drautalstraße B 100 fließen. Als Einbindung hat das Land Kärnten eine T-Kreuzung geplant.
Kreisverkehr. Die Weißensteiner Gemeindevertreter fordern einstimmig den Kreisverkehr. 900 Bürger haben unterschrieben.
www.pro-kreisverkehr.com









