Geplante Funkanlage regt auf
In Nötsch ist neun Meter Hoher Mast auf Bahnhofsgebäude geplant.

Foto © ZoreAuf dem Bahnhofsgebäude soll der Mast stehen
Die Bewohner der kleinen Gailtaler Gemeinde Nötsch steigen auf die Barrikaden. Am Wochenende haben sie die Bürgerinitiative "Lebenswertes Nötsch" gegründet, die spontan 150 Unterschriften bekommen hat. "Auf unserem 120 Jahre alten Bahnhofsgebäude, dem höchsten im Dorf, soll ein fast neun Meter hoher Funkmasten für Mobiltelefonie errichtet werden", erklärt Klaus Gutenberger, Sprecher der Bürgerinitiative die Aufregung. "Die Konstruktion wird mit 17 Antennen bestückt und rund drei Meter breit sein."
Man sei nicht gegen Handymasten, räumen die kritischen Nötscher ein. "Allerdings wäre diese Sendeanlage von allen Punkten der Naturparkgemeinde aus ersichtlich, läge mitten im dichtest besiedelten Dorfsteil." Nötsch hätte nur Kultur und Natur zu bieten, sagt Gutenberger. "Mit dieser Konstruktion auf der Dachkante des Bahnhofsgebäudes aus der Monarchie wäre das Ortsbild enorm und dauerhaft beeinträchtigt." Kein Nötscher hätte Verständnis für die Installierung des Funkturmes. "Mitten im ländlichen Wohngebiet ist so eine Konstruktion einfach nicht tragbar", so der Bürgersprecher, der noch "locker weitere 100 Unterschriften von Gegnern des geplanten Projektes bringen könnte!" Die Initiative "Lebenswertes Nötsch" fordert, alternative Standorte zu prüfen. Die erforderliche Bauverhandlung soll am Freitag über die Bühne gehen.









