Wer hat die besten Nerven?
In der Unterliga West gibt es einen Dreikampf um die Krone. Steinfeld, Matrei und Lurnfeld heißen die drei Kontrahenten.
Nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Matrei liegt Steinfeld auf Platz eins. Der Titel ist für die Drautaler durchaus ein Thema. Trainer Meinhard Pucher gibt sich locker: "Wenn es passiert, dann spielen wir oben. Für uns spricht, dass wir keinen Druck haben und auf routinierte Leute vertrauen können." Im Endspurt steht nach einer Verletzungspause nun wieder Stammgoalie Kevin Kroisl zur Verfügung. Das Problem bei einem Aufstieg ist für Steinfeld der kleine Kader. "Da müssten wir personelle Ergänzungen vornehmen", weiß Pucher. Eine Meisterprognose traut sich der Coach wie seine Trainerrivalen nicht zu. "Die Klasse ist derart ausgeglichen. Da kann einfach jeder jeden schlagen."
Für Matrei als Meister spricht das vielleicht leichtere Restprogramm. Die Osttiroler verabschiedeten sich 2001 aus der Kärntner Liga, sind wegen der tollen Infrastruktur einem Tapetenwechsel nicht abgeneigt. Trainer Markus Hanser kann auf ein junges, bodenständiges Team bauen, weiß aber um die Stärke der Liga. "Aber das ist eine andere Geschichte." Gestern tagten in Matrei der gesamte Vorstand und der Trainer, um über die Zukunft zu beraten.
Lurnfeld sieht sich mit zwei Punkten Rückstand als Außenseiter. "Um Meister zu werden, sind drei Siege Pflicht", ist Trainer Bernd Feil, der Lurnfeld im Frühjahr von einem Abstiegsrang ins Spitzenfeld führte, überzeugt. "Meine Spieler würden den Titel gerne annehmen, aber Matrei hat die beste Ausgangssituation."
Genau so spannend wie an der Spitze geht es auch im Kampf um die Klassenzugehörigkeit zu. Während Schlusslicht Nötsch wohl die schlechtesten Karten hat, müssen Sachsenburg, Wernberg, Arnoldstein, Mölltal und Lind wohl bis zur Schlussrunde zittern.
So sieht das Restprogramm des Führungstrios aus:
Steinfeld : (46 Punkte/+17 Tordifferenz): Magdalen (A), Radenthein (H), Sachsenburg (A)
Matrei: (46/+9): Lind (H), Arnoldstein (A), Nötsch (H)
Lurnfeld: (44/+13): Nußdorf (A), Wernberg (H), Greifenburg (A)
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