Albrecht Seyfried: Manager im Ehrenamt
Der 67-jährige Albrecht Seyfried gibt dem evangelischen Diözesanmuseum in Fresach eine neue Perspektive. Die Primo-Trubar-Ausstellung wurde eröffnet.

Foto © Philipp NovakDer gebürtige Braunschweiger Albert Seyfried will Fresach zur evangelischen Plattform erheben
Albrecht Seyfried ist pensionierter Techniker mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausbildung. Und damit ist der 67-Jährige wohl prädestiniert dafür, das neue evangelische Diözesanmuseum in Fresach auf erfolgreiche, wirtschaftlich-nachhaltige Beine zu stellen. Damit soll sich Fresach - nach der Landesausstellung 2011 - zu einer evangelischen Plattform entwickeln.
Der Anfang ist mit der heurigen Sonderausstellung rund um den slowenischen Reformator und Spracheiniger Primo Trubar bereits geschafft. Eröffnet wurde die Ausstellung am Freitag. "Wir starten die Nachnutzung unter der Marke ,evangelisches Kulturzentrum Fresach'", sagt Seyfried. Er will eine lebendige Stätte der Begegnung kreieren. Das wird nicht leicht. "Wir sind eines von 126 Museen in Kärnten. Wir wollen mit jährlich einer großen Sonderausstellung, mit Theater und Diskussionen punkten. Toleranz und Dialog sind die prägenden Themen", zählt der Villacher auf, der ein bekennender Italien-Fan ist.
Der Manager im Ehrenamt hat sich zwei Jahre Zeit gegeben, um im Diözesanmuseum jene Strukturen zu schaffen, die gesundes Wirtschaften ermöglichen. Es gilt professionelle Vorbereitung des Kulturangebotes und den Aufbau von Sponsor- und Marketingaktivitäten zu etablieren. "Es wäre ein Wahnsinn, den Nachnutzungsauftrag der Landesausstellung durch Personalkosten zu gefährden", ist Seyfried überzeugt. Heuer will der vierfache Großvater mit seinem Mini-Team (eine bezahlte Mitarbeiterin) 3000 Besucher nach Fresach bekommen. Mittelfristig werden 10.000 Gäste pro Jahr angestrebt.
Features
Trubar-Ausstellung
Die Sonderausstellung über Primo Trubar ist am Freitag im evangelischen Diözesanmuseum in Fresach eröffnet worden.
Weitere Termine: Am 8. Mai um 19 Uhr findet ein Vortrag zum Thema "Das Heil kommt von den Juden" (Johannes 4,22) statt. Am 11. Mai von 9 bis 16 Uhr geht das Symposium "Zukunft Kirche" über die Bühne.










