Wieder Aufregung um Bioheizwerk
Gemeinde weiter gespalten. Gewerberechtsverhandlung für geplantes Bad Bleiberger Biomasseheizwerk in Roter Zone wurde abgebrochen.
Die Aufregung um das in der Roten Lawinenzone geplante Bad Bleiberger Nahheizwerk lässt die Wogen wieder hochgehen. Die Gewerberechtsverhandlung am Dienstag wurde angeblich abgebrochen, weil kein Sicherheitsgutachter anwesend war und über einige Auflagen Unklarheit herrschte.
"Ich finde die Optik eines öffentlichen Projektes in der roten Zone grundsätzlich fatal, auch wenn die Sachverständigen es unter gewissen Auflagen für machbar halten", erklärt dazu Umweltlandesrätin Beate Prettner (SPÖ). "Ich freue mich über jedes Nahheizwerk, noch mehr, wenn es mit Biomasse betrieben wird. Aber mit diesem Vorhaben tu ich mir schwer." Auch Bad Bleibergs Vizebürgermeisterin Melanie Steinacher (SPÖ) und der Grüne Gemeinderat Josef Götz "stehen weiter hinter der Bürgerinitiative gegen das Heizwerk": "Wir haben bereits einen auf Energieversorgung gewidmeten Standort auf der Rudolfshalde, hier fand im Wahlkampf der Spatenstich statt. Warum wehrt man sich so gegen diesen Platz?"
Bürgermeister Gunnar Illing (Unabhängige Liste Bleiberg) erklärt, es hätte nur Auffassungsunterschiede wegen der Dimension des Zusatzölkessels gegeben. "Außerdem wollen wir die Rudolfshalde für hochwertige Projekte nutzen." Es sei die Höhe des Kamines und kleine Details zu klären. Illing: "Ich überlege mir schon ein altes Atomkraftwerk für das Tal zu kaufen, das hält die Bürgerinitiative offenbar für sicherer als das Biomassewerk." Er hofft auf Baubeginn im Frühjahr.










