Biker wären Nachbarn zu laut
Finkensteins Tourismusreferent ortet Harley-Fans als zu laute Nachbarn für mehr-geschoßige Wohn-anlage. Bürgermeister braucht Grundstückserlös fürs Budget.

Foto © Weichselbraun
In der unmittelbaren Nachbarschaft des Harley-Village in Faak am See, wo alljährlich im September voll die Post abgeht, gehen jetzt auch die Wogen wegen eines Grundverkaufes hoch. Bürgermeister Walter Harnisch (SPÖ) will eine 1500-Quadratmeter-Liegenschaft aus dem Besitz der Gemeinde an einen Bauträger verkaufen. Der möchte 24 Wohneinheiten, die auch als Zweitwohnsitz genutzt werden könnten, auf drei Geschoßen errichten. Harnisch: "Mit dem Erlös haben wir unser Budget erst ausgeglichen erstellen können."
Beschwerden
Christian Poglitsch, ÖVP-Tourismusreferent in Finkenstein, ist strikt gegen die geplante Bebauung: "Man kann sich einfach ausrechnen, wie lange es dauern wird, bis sich die künftigen Apartmentbesitzer massiv wegen der Lärmbelästigung beschweren." Sowohl das Harley-Village als auch der den ganzen Sommer über gut frequentierte Faaker Bauernmarkt an jedem Donnerstagabend sind echte Besuchermagneten. Neuerdings findet auf dem Gelände sonntags auch von 15 bis 21 Uhr ein Flohmarkt mit Vintage-Party statt.
"Auf dem Grundstück in der Harley-Nachbarschaft ist lediglich eine eingeschoßige Verbauung machbar, die man mit einem Erdwall effektiv abschottet", sagt Poglitsch. "Das ist hier die Kernzone des Tourismus, Harley unser Aushängeschild. Die Anlage wäre die Fortsetzung der verfehlten Raumordnungspolitik in Finkenstein mit vielen die meiste Zeit leer stehenden Apartments, die der Gemeinde keine Wertschöpfung bringen." Das Projekt würde nie die Zustimmung der ÖVP bekommen, so der Tourismusreferent. Harnisch plant ein Treffen aller Fraktionen mit dem Investor, "um das Vorhaben zu besprechen". Im jüngsten Gemeinderat wurde der Punkt nach heftigen Debatten abgesetzt.
Features
Leserreporter
Parade. Höhepunkt der Bikeweek ist die riesige Harley-Parade. Auch in Ledenitzen stellen sich die Biker auf und warten mitunter lange auf den Start. Ein "Kleine Zeitung"-Leserreporter ersucht die Finkensteiner Politiker, "sich heuer rechtzeitig um genügend Sanitäranlagen in dem Bereich zum kümmern".









