Heiße Phase für Paternion
Heftige Diskussionen gibt es im Gemeinderat über ein geplantes Biomasseheizkraftwerk auf dem Pobersacher Feld und ein Laufhaus in Feffernitz.

Foto © RADERIn Feffernitz wird hier über ein geplantes Laufhaus heftig diskutiert. Auch das Heizwerk ist umstritten
Das geplante Laufhaus in Feffernitz und das Bioheizwerk auf dem Pobersacher Feld sorgten für Turbulenzen im Paternioner Gemeinderat. Dort bekämpft eine Bürgerinitiative vehement die Errichtung eines Heizwerkes, das auf einer bisher landwirtschaftlichen Fläche gebaut werden soll. Man befürchtet Lärm und Umweltverschmutzung und ist in der Argumentation nicht zimperlich.
Heftige Konfrontationen zwischen Bürgermeister Alfons Arnold (SPÖ) und der ÖVP-nahen Bürgerliste, die die Gegner unterstützt, folgten. Das Grundstück ist bereits umgewidmet, der Gemeinderat hätte den Anschluss öffentlicher Gebäude ans geplante Heizwerk beschließen sollen.
Arnold verwies auf ein positives Gutachten des Landes und appellierte an die Gegner, den Widerstand aufzugeben. "Gerade im Hinblick auf Fukushima und den Erdölsektor ist das Vorhaben zukunftsorientiert." Vizebürgermeister Wolfgang Maurer und Gemeinderat Rudolf Winkler -beide BZÖ - sind dafür: "Der Standort ist ideal, die Wertschöpfung bleibt in der Gemeinde und das bestehende Werk in Paternion funktioniert klaglos."
Gemeindevorstand Alois Kickmaier (Bürgerliste): "Die Bevölkerung hat das Recht auf Information, sonst entstehen Gerüchte." Gegen eines, das dem Bürgermeister persönlichen Nutzen unterstellt, will Arnold gerichtlich vorgehen. Die Forderung der Bürgerliste, das Werk im Gewerbegebiet zu errichten, wird wegen Leitungsverlusten abgelehnt.
Doch kein Laufhaus?
Heiß hergehen könnte es auch, wenn in Feffernitz ein Laufhaus, in dem Prostituierte Zimmer mieten, eröffnet werden sollte. Arnold: "Wir brauchen das nicht, der Bedarf wird durch Etablissements in den Nachbarstädten gedeckt. Wir haben aber wenig Einfluss, es gilt das Landesgesetz." Möglicherweise haben aber die Betreiber den Plan aufgegeben. Zur Bauverhandlung am Donnerstag war keiner der Antragsteller erschienen.











