Laptop geriet in Brand: Explosion
Eine Frau erlitt beim Löschen Verbrennungen durch herumfliegende Teile. Dank dem Brandmelder hatte sie das Feuer in der Küche noch rechtzeitig bemerkt.

Foto © KKDer völlig verschmorte Laptop (links). Herumfliegende Teile des explodierten Akkus brannten das Loch in die Bank
Einem simplen Brandmelder ist es zu verdanken, dass nicht die gesamte Küche in Brand geriet. Die 57-jährige Hausbewohnerin hörte den Alarm gerade noch rechtzeitig und konnte den Brand eindämmen. Dabei erlitt die Frau allerdings Verbrennungen.
Kurz nach sechs Uhr früh hatte die Frau das eindringliche Piepsen ihres Brandmelders vernommen, der in der ebenerdig gelegenen Küche montiert ist. Die 57-Jährige, die sich noch im ersten Stock des Hauses aufhielt, ging hinunter, um Nachschau zu halten. Als sie die Küchentür öffnete, schlug ihr schon beißender Brandgeruch entgegen: Vom Laptop, den ihr Sohn am Vorabend auf die gepolsterte Küchenbank gelegt hatte, stiegen Rauchschwaden auf. Die Kunststoffteile der Geräte waren stark verschmort und der Brand hatte bereits auf die Polsterung der Sitzecke übergegriffen.
Explosion
"Mit einem Handtuch hat die Frau versucht, den Brand zu ersticken", berichtet ein ermittelnder Beamter der Polizeiinspektion Afritz. "Während sie löschte, explodierte der Akku des Laptops. Brennende Teile des elektrischen Ladegeräts - darunter die Spule und Kupferpapier - flogen durch die Küche. Die glühenden Teile verletzten die Frau und brannten ein Loch in die Polsterung der Sitzbank."
Es gelang der Frau, den Brand zu löschen. Danach fuhr sie zu einem Arzt, der Verbrennungen zweiten Grades an ihrer rechten Hand und am rechten Fuß feststellte. Nach ambulanter Behandlung wurde die Frau nach Hause entlassen. Der Brandschaden in ihrer Küche wird auf rund 7000 Euro geschätzt.
Was genau die Ursache für den im Akku ist, steht noch nicht fest. "Vermutlich ist es durch einen Defekt zu einer Überhitzung gekommen", meint der Polizeibeamte. "Allerdings hat der Sohn der Frau nach eigener Aussage den Laptop am Samstagabend heruntergefahren, ausgeschaltet und vom Netz genommen."
Empfehlenswert sei es, meint der Beamte, öfter einen Blick auf die Homepage von Computerherstellern zu werfen, deren Geräte man benützt. Denn auf der Homepage der Firma, von der das abgebrannte Gerät stammt, habe im Mai dieses Jahres einen Kundenbrief betreffend ein weltweites, freiwilliges Rückruf-Ersatzprogramm gegeben. "Akkus können sich überhitzen, in Brand geraten und eine Brandgefahr für Verbraucher darstellen", steht hier unter anderem zu lesen.









