Geheimnisvolle Zahlen am Sternberg
Die kleine Kirche auf dem Sternberg fasziniert viele. Die Kelten hatten hier einen Kultplatz. Der Veldener Franz Klugmayer vermutet dort sogar eine verborgene mathe-matische Botschaft.

Foto © EggenbergerDer 733 Meter hohe Sternberg galt seit jeher als Kultstätte. Die Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert
S ie ist nicht besonders groß, doch die Sternberger Kirche fasziniert seit jeher. Schon zu Zeiten der Kelten stand hier ein Tempel zu Ehren der Göttin "Junonae". Auch die Römerstraße von Aquileia nach Virunum führt am 733 Meter hohen Sternberg vorbei. Die heutige Kirche im gotischen Stil stammt aus dem 15. Jahrhundert. In den Mauern findet man römische Steine, außerdem sind auch Teile aus der romanischen Zeit (13. Jahrhundert) erhalten.
Schon am Eingang fallen dem Besucher interessante Elemente auf: Rechts neben der Kirchentüre ist in Rot ein altslowenisches Mariengebet auf die Mauer geschrieben. Links sieht man eine Freske auf der Maria ein schwarzes Jesuskind im Arm hält. Dieses "Wunder" dürfte der damalige Künstler mit einer Eisen-Kupfervitriol-Mischung vollbracht haben. Denn ursprünglich hatte das Jesuskind wohl weiße Haut, ein Ärmchen ist heute noch hellhäutig. Der Veldener Franz Klugmayer will hier aber noch mehr sehen. "In dieser Kirche wurde nichts dem Zufall überlassen!", ist er überzeugt. "Bemerkenswert ist, dass der Grundriss in dieser Kirche dem der Kathedrale von Chartres gleicht", so Klugmayer. Damit wären auch hier die Maße der bekannten "Gralstafeln von Chartres" versteckt. "Das Verhältnis des Vierecks, des Kreises in der Mitte und des Quadrates stimmen. In der Kirchenmitte gibt es sogar Rundungen für den Kreis in den Säulensteinen."
Stein mit zwei Sternen
Aufmerksamkeit schenkt Klugmayer einem Schlussstein mit zwei Sternen, der heute auf der Außenseite der Kirche zu finden ist. Berechnet man diese mit der Zahl Pi, kommen die Zahlen 132 und 145 heraus. "Und diese entdeckt man in der Kirche immer wieder!", so Klugmayer. Ob als Längen- und Quermaß der Gruftplatte oder am Taufbecken. Selbst wenn man die Gesamtlänge der Kirche durch ihre Breite dividiert, ergäbe es wieder 1,32. Beim Karner neben der Kirche ergibt diese Rechnung 1,45. Klugmayer ist überzeugt, eine Art mathematische Botschaft gefunden zu haben.
Features
Wernberger Kultur- & Kirchenwanderung
Kirchenwanderung. Morgen, Samstag. Start: 6.45 Uhr - Treffpunkt und Start Gemeindeamt Wernberg, 7 Uhr - Auftakt Kloster Wernberg, 7.30 Uhr - Pfarrkirche Gottestal, 8.15 Uhr - Filialkirche Föderlach, 10 Uhr - Filialkirche Kantnig, 11 Uhr - Pfarrkirche Sternberg, 11.15 Uhr bis -12.15 Uhr - Mittagsrast am Sternberg, 12.45 Uhr -Burg Sternberg, 13.45 Uhr - Schloss Damtschach, 14 Uhr - Pfarrkirche Damtschach, 14.30 Uhr - Filialkirche Umberg, 15.30 Uhr - Burgruine Eichelberg, 17 Uhr - Filialkirche Ragain, Rückkehr etwa 18 Uhr, Gemeindeamt.
Verkürzen. Wer früher aussteigen möchte, wird auch wieder zum Gemeindeamt zurückgebracht.









