Meister Petz wollte Kiste aufbrechen
In der Nähe des Anwesens von Ex-Politiker Raimund Grilc in Unterkärnten hinterließ ein Bär deutliche Spuren.

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Wenig Freude hatten die Imker des Bienenzuchtvereins von St. Jakob im Rosental mit einer Entdeckung am vergangenen Wochenende. Ein Bär hatte auf der Maria Elender Alm Bienenstöcke geplündert - und zwar ausgerechnet jene, die zur Aufzucht der Königinnen der Carnica-Biene dienen. Der Schaden, den Meister Petz anrichtete, beläuft sich auf 2000 Euro.
Hungrig oder neugierig
Ob es derselbe Bär war, der ein paar Tage zuvor auf dem Anwesen des früheren ÖVP-Klubobmanns Raimund Grilc in Lokowitzen, rund eineinhalb Kilometer von Loibach in der Gemeinde Bleiburg entfernt, auftauchte, ist natürlich unklar. Tatsache ist jedoch, dass dort ein Bär entweder sehr hungrig oder sehr neugierig war.
"Wir besitzen ganz in der Nähe unseres einschichtig gelegenen Anwesens einen Fischteich. Dort steht auch eine Holzkiste, in der verschiedene Geräte und Fischfutter gelagert werden", erzählt Grilc. Die Kiste, die aus Schaltafeln hergestellt wurde, ist mit einem Schloss gesichert. "Dieses wollte der Bär in der Vorwoche offenbar aufbrechen. Er ist aber gescheitert", sagt Grilc. Sein Sohn, der Jäger ist, entdeckte die Spuren und konnte anhand des Gebissabdruckes feststellen, dass es sich bei dem frechen Dieb um einen Bären gehandelt haben muss.
"Wir haben auch noch einen Tierarzt zu Rate gezogen, der ebenfalls Jäger ist. Darüber hinaus wurden Haare gefunden, die man einem Braunbären zuordnen kann und die jetzt in einem Labor einem DNA-Test unterzogen werden", schildert Grilc, den der seltene Besucher freut. "Das letzte Mal war ein Braunbär vor rund 30 Jahren bei uns. Er hat damals die Zwetschkenbäume abgeräumt."
Von Raimund Grilc' Hof bis zur Maria Elender Alm sind es rund 50 Kilometer - eine Entfernung, die ein Bär problemlos bewältigen kann.









