14-Jähriger bei Spritztour auf Golfplatz getötet
In Velden entwendete der Jugendliche gemeinsam mit vier Freunden von einem Golfplatz einen Wagen. Dabei stürzte das Fahrzeug über eine Böschung, der Bub starb noch an der Unfallstelle.

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Aus einer Juxpartie wurde eine tödliche Tragödie. Fünf Jugendliche trafen sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf dem Golfplatz in Köstenberg bei Velden, um mit einem Elektroauto eine Ausfahrt zu machen. Der Wagen stürzte ab, ein 14-Jähriger musste sterben.
Mit einem Arbeitsfahrzeug, das so ähnlich aussieht wie ein Golfcaddy, unternahmen die Schüler zwischen 14 und 16 Jahren die folgenschwere Spritztour. Vom Hauptgebäude der Golfanlage aus fuhren sie einige Hundert Meter über die Grünfläche, als es im Bereich der Löcher zwölf und 14 gegen 0.30 Uhr zum Unglück kam. Das Elektrofahrzeug stürzte über eine sechs Meter hohe Böschung, bei dem der Köstenberger Schüler tödliche Verletzungen erlitt. "Er lag rund fünf, sechs Meter vom Fahrzeug entfernt", sagt ein Beamter der Polizeiinspektion Velden, der 20 Minuten später mit Notärztin, Rotem Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr Köstenberg am Unfallort eintraf. Die Ärztin konnte nur noch den Tod des Jungen feststellen. "Die Todesursache ist ungeklärt", sagt der Polizist. Der Leichnam des Schülers wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt nicht zur Beerdigung freigegeben.
Gesichtsverletzungen
Die anderen vier Burschen zogen sich beim Absturz schwere Verletzungen - teils im Gesicht - zu. Der mutmaßliche Unglückslenker, ein 15-jähriger Schüler aus Velden, konnte dennoch durch einen Notruf Hilfe holen. Zwei der Burschen wurden ins Landeskrankenhaus Klagenfurt gebracht, die anderen beiden lieferte die Rettung ins Landeskrankenhaus Villach ein. Ob der Fahrzeuglenker, der angeblich auch die Idee zu dieser Horrorfahrt hatte, alkoholisiert war, soll das Ergebnis einer vorgenommenen Blutabnahme zeigen.
Rätselraten um Schlüssel
Darüber, wie die Burschen den Golfwagen in Betrieb nehmen konnten, herrscht Rätselraten. Zuerst hieß es seitens der Polizei, dass der Autoschlüssel im Zündschloss steckte. Dann, dass die Burschen ihn im Handschuhfach fanden. Und schlussendlich soll er in einer Konsole aufbewahrt worden sein, die nicht verschlossen war. Auch Clubmanager Roland Sint kann nicht sagen, wo sich der Schlüssel befand. "Das Fahrzeug steht allen am Gelände zur Verfügung. Normalerweise wird der Schlüssel separat aufbewahrt", erklärt Sint.
Der Golfplatz in Köstenberg war gestern den ganzen Tag über gesperrt.











