Müllers Büro liegt in Holland
Stefan K. Müller aus Finkenstein ist Berater für Produkte von Europas größten Softwareentwickler SAP. Er berät derzeit in den Niederlanden.

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Wenn jetzt der Frühling kommt, bringt er wohl keine Tulpen mit - schließlich wohnt der gebürtige Finkensteiner Stefan Klaus Müller nicht genau in Amsterdam. "Ich lebe seit Jänner in Almere, einer Satellitenstadt 25 Kilometer östlich der Hauptstadt." Dort ist der Betriebswirt als SAP-Consultant, also als Softwareberater, für das österreichische Beratungsunternehmen CNT tätig.
"Wir sind hier gerade dabei, betriebswirtschaftliche Prozesse für den bekannten Pharmakonzern Sandoz zu implementieren", erläutert der 35-Jährige. Dafür ist neben betriebswirtschaftlichem Wissen auch ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit erforderlich. "Allein in den Niederlanden besteht unser Team aus 40 Personen, die aus 14 Ländern stammen. In Deutschland, wo ich vorher ein Jahr gearbeitet habe, waren es 170 Kollegen aus 27 Ländern," sagt der Software-Spezialist. Gesprochen wird durchwegs Englisch - schließlich arbeitet das Beratungsunternehmen mit internationalen Kunden.
In Almere, dessen Einwohnerzahl von 52 im Jahr 1970 auf derzeit knapp 190.000 explodiert ist, fühlt sich Müller wohl. "Die Niederländer sind sehr höflich und hilfsbereit. Ich habe selten freundlichere Leute getroffen."
Flexibilität gefragt
Gewöhnt hat sich der zielorientierte Finkensteiner allerdings noch nicht an den unzuverlässigen Busverkehr, das Essen - "da bevorzuge ich die heimische Küche" - und die Sprache. "Weil hier alle so gut Englisch sprechen, beschränkt sich mein Holländisch derzeit auf ,Hallo', ,Wiedersehen', ,Danke' und ,gern geschehen'". Das Heimweh hält sich übrigens auch in Grenzen, da Müller stets zu Freundin Anna nach Graz fliegt. "Allerdings fehlen schon die Berge und das Eishockeyspielen." Jetzt zu Ostern steht ein Kärntenbesuch mit Schinkenessen und Treffen mit Freunden an. Bis August wird Müller wohl noch in Almere arbeiten, dann ist wieder seine Flexibilität gefragt. "Ein Projekt in Südafrika wäre möglich, leider erst nach der Fußball-WM." In jedem Fall wird das Berufsleben für Consultant Müller international bleiben. "Es bereichert den eigenen Horizont und kann meinerseits nur empfohlen werden!"









