Ganz Velden plant aktiv mit
Das innovative Projekt shared space im Veldener Ortszentrum hat alle Bevölkerungsgruppen eingebunden und geht jetzt planerisch in die Zielgerade.
Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk kann sich nicht erinnern, "wann ein öffentliches Projekt jemals mit so viel Herzblut, Liebe zum Detail und Engagement aus allen Teilen der Bevölkerung abgelaufen ist!" Die wahrscheinlich bekannteste Tourismusgemeinde Österreichs will dem Wohlfühlerlebnis im Ortszentrum mehr Qualität geben, Platz zum Flanieren, Bummeln, und die Stellung des Fußgängers aufwerten.
Vouk: "Das Vorhaben in Kooperation mit dem Land läuft sehr gut, die Teilnahme und die Ideen aller Beteiligten wurden von einem Workshop zum nächsten besser und kreativer." Zwischen 150 und 200 Interessierte, Wirtschaftstreibende, Touristiker und viele Anrainer nahmen an den Versammlungen meistens teil. Velden ist shared space-Pilotgemeinde in Kärnten.
Möglichkeiten
Ziel ist es, alle, die am Verkehr teilnehmen, gleichberechtigt zu sehen. Gehsteigkanten gehören damit der Vergangenheit an, der motorisierte Verkehr ist im Schritttempo unterwegs, usw. "Es ist unfassbar, welche neuen Möglichkeiten sich für Velden da auftun", sagt Vouk, "der Platz wird so weit, es bieten sich echte Visionen für neue Gestaltungen an." Befürchtungen, der Verkehr werde sich über Nebenstraßen Umwege suchen, zu viele Parkplätze würden wegfallen und für die Fußgeher könnten neue Gefahren entstehen, räumten die Planer solide aus.
In den nächsten Wochen wird das gemeinsam erarbeitete Leitbild präsentiert. "Dann müssen wir mit dem Land ausverhandeln, wie hoch die Kostenbeteiligung sein wird", kündigt Vouk an. "Die Zusage für die Mitfinanzierung haben wir, die genauen Kosten sind offen."
Das Vorhaben shared space wäre eine Jahrhundertchance für Velden, die, so der Bürgermeister, keinesfalls am Geld scheitern dürfe. "Einige Vorarbeiten, wie beispielsweise Gehsteige ohne Kanten, haben wir in diese Richtung bereits geleistet. Dieses Thema ist so prägend für Veldens Zukunft, dass wir parteiübergreifend auch bereit sind, eventuell eigene Rücklagen der Gemeinde dafür einzusetzen."










