Zweikampf um neues Pflegeheim
Sowohl Arriach als auch Afritz hätten das Heim gern in ihrer Gemeinde.

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E in Pflegeheim für 75 betagte Menschen plus sechs Kurzzeitbetten soll in Afritz errichtet werden. Die Investition von sieben Millionen Euro allerdings ist nicht unumstritten, zumal es Probleme mit den Kosten für das Grundstück geben soll. Bodenuntersuchungen zeigten nämlich, dass vor Errichtung des Gebäudes zusätzliche Pfahlsetzungen mit einem Aufwand von 500.000 Euro nötig wären.
Die Diakonie als interessierter Bauherr und Betreiber für das Pflegeheim zog sich wegen der erheblichen Mehrkosten zurück. Jetzt hat der Afritzer Bürgermeister Max Linder (FPK) eine private Firma gefunden, "die sich in der Lage sieht, die Mehrkosten im Bau unterzubringen".
In der Nachbargemeinde Arriach empört sich Bürgermeister Karl-Gerfried Müller (SPÖ) darüber: "Afritz bekommt den Zuschlag nur wegen der guten Achse zum Land." Arriach könnte für das Pflegeheim ein perfektes Grundstück bereitstellen, dieses sogar schenken: "Es ist voll aufgeschlossen, liegt am Ortsanfang und ist mit Bus und Gehweg an das Zentrum angebunden."
Was Müller noch mehr aufregt: "Der Betreiber kann sich die Mehrkosten ja nur über mangelnde Qualität in Bau und Betreuung hereinholen, wie soll sich das sonst ausgehen?" Es wäre unvernünftig, in einen ungeeigneten Standort so viel Geld zu investieren, wo doch Arriach ein geprüftes Grundstück anbieten könnte.
Linder wiederum ist nicht unglücklich darüber, dass der private Betreiber anstelle der Diakonie baut: "Die Diakonie ist von der Kommunalsteuer befreit, das Projekt bringt uns jetzt allerdings 35.000 Euro pro Jahr." Das Pflegeheim in Afritz wäre von der Lage her auch zentraler.










