"Blau" im Unterricht: Wirbel um zwei Mädchen
Zwei 13-jährige Mädchen aus Villach stehen im Verdacht, im Unterricht betrunken gewesen zu sein.
"Wir haben 460 Schülern an unserer Schule - ohne disziplinäre Probleme", betont der Direktor einer Hauptschule in Villach. Zwei Mädchen einer vierten Klasse bereiten dem Schulleiter allerdings Kopfzerbrechen. Seit längerem gibt es Gerüchte, dass im, Linienbus, der in der Früh die Fahrschüler vom Bahnhof zur Schule bringt, Alkohol getrunken wird. Am Dienstag - in der "großen Pause" - ertappten Lehrer im Damen-WC insgesamt sieben Mädchen, die an einer halb geleerten Wodkaflasche "genippt" haben sollen.
Direktor klagt. Bei Befragungen, zu denen auch Vertreter des Jugend- und Gesundheitsamtes zugezogen wurden, fokussierte sich der Verdacht auf Alkoholmissbrauch auf zwei 13-jährige Mädchen. "Der Versuch, die Polizei für einen Alko-Vortest an die Schule zu bekommen, schlug fehl. Ich und meine Kollegen fühlen uns in unserem ehrlichen Bestreben, die Schule alkoholfrei zu halten, einfach im Stich gelassen." klagt der Direktor.
Ermittlungen. Stadtpolizeikommandant Erich Londer verweist auf die rechtlichen Rahmenbedingungen: "Verpflichtende Alkotestes darf die Polizei nur im Straßenverkehr durchführen. Die Möglichkeit, Alkoholisierungsgrade bei Kindern und Jugendlichen festzustellen, haben nur Amtsärzte oder das Krankenhaus." Sehr wohl ermittelt die Polizei aber über die Herkunft der Wodka-Flasche.
Selbsthilfe. Der Schuldirektor will nun zur Selbsthilfe greifen. "Wir werden, wie bereits an anderen Schulen, ein Alko-Vortest-Set ankaufen." Eltern haben rund um die "Alko-Affäre" bereits die Intervention von Anwälten angedroht.











