Frau stach mit Messer auf zwei ihrer Geliebten ein
Ihre Männer leben gefährlich: Villacherin war wegen Bauchstichs in Haft. Nach Entlassung stach sie neuem Freund in den Rücken. Versöhnung inklusive.

Foto © MoritschIn diesem Haus in Villach passierte die Tat
Wer sie liebt, lebt gefährlich: Bereits zwei ihrer Lebensgefährten hat eine Villacherin (38) im Alkoholrausch mit dem Messer niedergestochen. Beide überlebten nur knapp. Zwischen den Taten liegen nur wenige Monate...
Reichlich Alkohol. Montagabend feierte die arbeitslose Frau mit ihrem aktuellen Freund (52) – den sie vor fünf Monaten kurz nach ihrer Haftentlassung kennen gelernt hat – ihren Geburtstag. Es floss reichlich Alkohol. In einem Lokal sah der ebenfalls arbeitslose Mann dann zufällig seine Exfreundin, es folgte ein kurzer Wortwechsel. Das Geburtstagskind kochte vor Eifersucht.
Streit ums Wurstbrot. Zu Hause angekommen, ergab ein Wort das andere. Und als der Mann dann auch noch um ein Wurstbrot bat, reichte es der 38-Jährigen. Sie stach ihm mit einem Küchenmesser in den Rücken. Dann rief sie die Rettung. Zuerst behauptete die Frau gegenüber der Polizei, dass ihr Geliebter bereits verletzt nach Hause gekommen war. Doch die Beweise – Blutspuren in der Wohnung und an der Kleidung – wurden immer erdrückender.
Verziehen.
Gegen die Verdächtige wurde eine Wegweisung und ein Betretungsverbot für die Wohnung ihres Freundes ausgesprochen. Die Frau hat seit Oktober woanders ein Zimmer. Das Opfer wurde ins Krankenhaus Villach gebracht, wo die Wunde genäht wurde. Vom Krankenbett aus rief er sie sofort an – und verzieh ihr. Die Frau hat inzwischen die Tat zugegeben, spricht aber von einem Unfall beim Kochen.
Vorbestraft. Die 38-Jährige ist einschlägig vorbestraft: Im Vorjahr rammte sie ihrem damaligen Lebensgefährten im Streit ein Messer in den Bauch. ?Schon damals hatte sie anfangs die Tat bestritten und einen anderen beschuldigt“, sagt der Villacher Kriminalbeamte Klaus Gradischnig. Wegen schwerer Körperverletzung und Verleumdung wurde die Frau zu elf Monaten Haft verurteilt. Nach acht Monaten wurde sie vorzeitig entlassen. Das war im Juni. Wenig Tage nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis traf sie ihren alten Bekannten wieder – und sie verliebten sich. . .
Keine Untersuchungshaft.
Trotz der erneuten Messerattacke sah der Staatsanwalt keine Notwendigkeit, die Frau in Untersuchungshaft zu nehmen. Sie wurde lediglich auf freiem Fuß angezeigt – was sogar in Polizeikreisen nicht jeder versteht.
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Mit diesem Küchenmesser stach die Frau ihren Freund in den RückenFoto © Moritsch












