Sto putzt sich heraus
Der Bauboom und der Trend zu guten Fassadendämmungen ermöglicht Sto Villach den Ausbau: Der Verputzverkäufer startet mit eigener Produktion.

Foto © JustWalter Wiedenbauer, Geschäftsführer bei sto österreich
Dass Österreich beim Kaffeetrinken weltweit führend ist, weiß man. Aber mit einem Quadratmeter Fassadendämmung pro Kopf und Jahr ist unser Land - im Verhältnis zu seiner Größe - auch der weltweit größte Markt für Wärmedämmung.
Einstieg in Produktion. Die Firma Sto aus Villach, bisher nur eine Vertriebsorganisation des deutschen Verputzherstellers, steigt genau aus diesem Grund nun auch in die Produktion ein. Eine Million Euro wurde investiert. Kommenden März startet die Produktion von Verputz, Kleber (für die Dämmplatten) und Fassadenanstrich.
20 neue Arbeitsstellen. "Wir planen einen Vier-Schicht-Betrieb und wollen jährlich 20.000 Tonnen an Baustoffen herstellen", sagt Walter Wiedenbauer, Chef des Villacher Standortes und damit Sto-Österreich-Geschäftführer. 20 neue Arbeitsplätze kommen dadurch zu den bisherigen 75 in Villach dazu.
41 Prozent Steigerung. Genauso wie die deutsche Mutter profitieren auch die insgesamt acht Sto-Standorte in Österreich vom Bau-Boom: "Im Vorjahr ist der Umsatz um elf Prozent auf 58 Millionen Euro gestiegen, das Ergebnis um 41 Prozent auf drei Millionen Euro."
Riesen-Markt. Schon 2006 hat Wiedenbauer daher Vertriebs-Filialen in Slowenien und der Slowakei gegründet. 2008 soll Kroatien folgen. Damit managt der Villacher Standort einen Markt mit 18 Millionen Menschen. "Für die nächsten vier Jahren sind mehr als elf Millionen Euro für weitere Standorte veranschlagt", verrät Wiedenbauer.
Neugestaltung geplant. Geld nimmt er nun auch für die Neugestaltung des Villacher Standortes in die Hand. Im Herbst startet ein Architektenwettbewerb für das Firmengelände. Das Bürohaus ist schon herausgeputzt: natürlich im knalligen Sto-Gelb.










