"Chip-Kraftakt"ab 2008 in Kärnten
In Villach geht ab Herbst 2008 eine regelmäßige Halbleiter-Konferenz über die Bühne. Interesse gibt es aus dem gesamten Alpen-Adria-Raum.

Foto © AP/SymbolfotoAuf der Semicon (Messe für Chip-Zulieferer) wurde die SEZ zum besten Gerätehersteller des Jahres gekürt
Chips zu entwickeln, Geräte für deren Herstellung zu bauen oder Software dafür zu liefern, ist keine leichte Sache. Nicht einmal Infineon bringt es zustande, alles selbst abzudecken. Zusammenarbeit ist nötig. Je intensiver, desto besser für alle. Wenn sie nicht möglich ist, hat ein Wirtschaftsstandort schon verloren. "Wir wollen Kooperationen schaffen", umreißt Meinrad Höfferer von der Wirtschaftskammer Kärnten das Ziel einer großen Halbleiter-Konferenz, die ab Herbst 2008 jährlich in Villach über die Bühne gehen soll.
Mehr Partner. Weil auch die Wirtschaftskammer das alleine nicht zustande bringt, arbeitet man mit der Entwicklungsagentur Kärnten und dem Carinthian Tech Research zusammen. Auch die Nachfolgeorganisation für den unlängst insolvent gewordenen Villacher Mikroelektronik-Cluster soll eingebunden werden.
Neuauflage von Silicon Alps. Firmen aus allen Bereichen der Chipfertigung sowie Forschungseinrichtungen und Universitäten aus Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und Kroatien sollen in der Draustadt darüber brüten, wie man künftig enger kooperieren kann. Also eine kleine Neuauflage von Silicon Alps? Vielleicht. "Es wird auf jeden Fall ein Kraftakt. Das Gemeinsame soll in den Vordergrund rücken", so Höfferer, Leiter des Außenwirtschafts-Ressorts. Er rechnet mit rund 50 Unternehmen und 400 Delegierten. Einen Namen hat die Tagung übrigens noch nicht. Die Chipkonferenz dürfte eine breite Basis haben: Firmen wie Infineon, Wild, SEZ, Centerpoint, Flextronics oder CMS bekundeten bereits ihr Interesse. Weitere Anfragen trudelten unlängst bei der Chipmesse "Semicon West" in San Francisco ein - etwa von Elektronikfirmen aus Bayern und Sachsen.
Grenzüberschreitend. Bei dieser wichtigsten Messe der Chipbranche setzte die Wirtschaftskammer ein weiteres Zeichen zur verstärkten, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Neben Kärntner Halbleiterunternehmen und Beratern durften auch Mitarbeiter des kroatischen Entwicklungsministeriums an der Wirtschaftsmission nach San Francisco teilnehmen.











